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Recht auf Gegenwehr: Großbritannien droht „feindlich gesinnten Staaten“ mit Cyberattacken

© AFP 2021 / Rob EngelaarCyberattacke (Symbolbild)
Cyberattacke (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.10.2021
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Sollte es künftig zu Cyberangriffen vonseiten „feindlich gesinnten Staaten“ wie Russland kommen, wird Großbritannien Gleiches mit Gleichem vergelten. Dafür erwägt die Regierung die Einrichtung eines neuen Zentrums für „digitale Kriegsführung“. Das teilte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace der Zeitung „The Telegraph“ mit.
Dem Minister zufolge ermöglichtdie neue Einrichtung, „offensive“ Cyberangriffe gegen „feindlich gesinnte“ Mächte wie Russland zu starten.
Dabei verglich Wallace die Auswirkungen des neuen Zentrums, das bis 2030 voraussichtlich Tausende von Cyber-Experten und -Analysten beschäftigen wird, mit den Standorten des Government Communications Headquarters (GCHQ) in Cheltenham in den 1950er Jahren.
Die Schaffung des neuen Zentrums, das gemeinsam vom GCHQ geleitet wird, würde Großbritannien „an die Spitze“ der Länder bringen, die offensive Cyberangriffe durchführen könnten, so der Politiker weiter.
„Einige ausländische Staaten führen jeden Tag einen Cyberkrieg gegen uns. Und wir haben (…) das Recht, uns zu verteidigen. Wir werden uns gegen Cyber-Kriegsführung zur Wehr setzen, wenn diese Kriegsführung gefährlich, korrumpierend oder schädlich sein wird“, so der Minister.
Abschließend sagte Wallace, dass offensive Cyberwaffen insbesondere eingesetzt werden könnten, um bösartige Software wie „Ransomware“ oder „Spyware“ zu neutralisieren. Darüber hinaus könne ein solches Cyber dazu verwendet werden, Pädophile, Terroristen und ihre Netzwerke strafrechtlich zu verfolgen, fügte der Politiker hinzu.

Vorwürfe gegen Russland

Noch vor der Bundestagswahl am 26. September war Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) davon ausgegangen, dass Russland die Wahlergebnisse beeinflussen könne.
Anfang September hatte die Zahl der Cyberangriffe gegen deutsche Abgeordnete laut der Bundesregierung zugenommen. Am meisten sollen mehrere Unions- und SPD-Abgeordnete betroffen gewesen sein. Unter Verdacht stand vor allem die Hackergruppe „Ghostwriter“, hinter der angeblich der russische Militärgeheimdienst steht.
Der Bundesregierung hätten dabei „verlässliche Erkenntnisse“ vorgelegen, dass die Aktivitäten der Gruppe „Cyberakteuren des russischen Staates und konkret dem russischen Militärgeheimdienst GRU“ zugeordnet werden könnten.
Kurz darauf hatte sich die EU überzeugt gezeigt, dass Russland hinter den Angriffen stecke, und rief das Land auf, „die Normen für verantwortungsvolles staatliches Verhalten im Cyberraum einzuhalten“. Das russische Außenministerium wies die Vorwürfe zurück.
Hackerangriff (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.09.2021
Kurz vor Bundestagswahl: EU wirft Russland gezielte Cyberangriffe vor
„Unsere Partner in Deutschland haben gar keine Beweise für eine Beteiligung der Russischen Föderation an diesen Attacken vorgelegt“, erklärte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa.
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