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Zwischenfall mit 38 Kampfflugzeugen Chinas – Taiwan spricht von „Einfall“ in Luftverteidigungszone

© REUTERS / DADO RUVICEine chinesische und eine taiwanesische Flagge mit einem MIlitärflugzeug im Hintergrund
Eine chinesische und eine taiwanesische Flagge mit einem MIlitärflugzeug im Hintergrund - SNA, 1920, 02.10.2021
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Taiwan hat China vorgeworfen, mit 38 Flugzeugen in die sogenannte Air Defense Identification Zone (ADIZ) eingedrungen zu sein und somit den bisher größten „Einfall“ der chinesischen Luftwaffe in seine Luftverteidigungszone unternommen zu haben. Dies meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf das Verteidigungsamt der Insel am Samstag.
Demnach mussten als Reaktion taiwanesische Kampfflugzeuge in die Luft aufsteigen. Zudem seien Raketensysteme aktiviert worden, um die chinesischen Maschinen zu überwachen.
Zunächst seien am Freitag 18 Kampfjets des Typs J-16, vier Maschinen Su-30, zwei Bomber H-6, die unter anderem auch nuklearbestückte Waffen tragen können, in der Nähe der Pratas-Inseln im Luftraum über dem Südchinesischen Meer geflogen. Der zweite Verband habe aus zehn J-16-Maschinen, zwei Bombern des Typs H-6 und einem Frühwarnflugzeug bestanden und sei am Freitagabend über der Bashistraße geflogen, die Taiwan von den Philippinen trennt.
Bislang habe ein Überflug im Juni als der größte „Einfall“ der chinesischen Luftwaffe gegolten, an dem 28 Flugzeuge teilgenommen hätten.
Die Air Defense Identification Zone (ADIZ) ist nicht mit Taiwans territorialem Luftraum identisch – sie umfasst ein noch größeres Gebiet, das sich teilweise mit Chinas eigener Luftverteidigungszone überschneidet und sogar einen Teil des chinesischen Festlandes einschließt.
Der Chef der Regierung von Taiwan, Su Tseng-chang, monierte am Samstag, China habe vorsätzlich „militärische Aggression betrieben und damit den regionalen Frieden gefährdet“.
China, das am 1. Oktober seinen Nationalfeiertag beging, hat sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert.
Die Besatzung der Fregatte Bayern - SNA, 1920, 15.09.2021
China lehnt geplanten Besuch von deutscher Fregatte „Bayern“ ab
Die Taiwan-Frage hat ihren Ursprung im chinesischen Bürgerkrieg von 1927 bis 1949 zwischen den Kommunisten unter Mao Zedong und der Kuomintang-Partei unter Chiang Kai-shek. Letzterer flüchtete nach seiner Niederlage auf dem Festland und der Ausrufung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 mit seinen Truppen auf die Insel Taiwan. Ende der 1980er Jahre wurden die geschäftlichen und informellen Kontakte zwischen der Insel und dem chinesischen Festland wieder aufgenommen. Seit den frühen 1990er Jahren begannen sie, über Nichtregierungsorganisationen Kontakt aufzunehmen.
Peking betreibt die sogenannte „Ein-China-Politik“ und betrachtet Taiwan als untrennbaren Teil der Volksrepublik. Länder, die diplomatische Beziehungen zu Peking unterhalten, dürfen danach keine offiziellen Kontakte zu Taipeh pflegen. Die Insel wiederum sieht sich als ein souveräner Staat, der sich von dem Festlandchina 1949 „abgespalten“ habe.
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