Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Lukaschenko sieht sich nicht als „ewiger Präsident“, aber wenn der Westen…

© SNA / Waleri ScharifulinAlexander Lukaschenko (Archivfoto)
Alexander Lukaschenko (Archivfoto) - SNA, 1920, 02.10.2021
Abonnieren
In einem CNN-Interview hat sich der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko, kämpferisch gezeigt. Dabei wies er viele gegen ihn bestehende Vorwürfe entschieden zurück und erklärte seine Bereitschaft, die Unabhängigkeit seines Landes bis zum Schluss zu verteidigen, sollte der Westen sein Land weiterhin in die Ecke treiben.
Demnach erklärte Lukaschenko, nicht für immer in seinem Amt bleiben zu wollen. Kopf und Kragen zu riskieren, sollte es hart auf hart kommen, sei er jedoch unter einer bestimmten Bedingung bereit:

„Ich schwöre, ich habe nicht vor, Präsident auch bis in den Tod zu sein. Mein Ehrenwort. Alles wird von der Situation in Belarus abhängen. Falls Sie, Ihre Gönner im Westen sich nicht von wo auch immer in unsere Situation einmischen werden und wir uns sicher sowie ruhig fühlen werden, wie ein souveräner unabhängiger Staat, wie ein Volk, das es verdient hat, souverän und unabhängig zu sein, dann, glauben Sie, wird alles früher, als Sie denken, kommen. Sollten Sie es aber nochmal, gleich wie im vorigen Jahr, wagen, sich in unsere Geschehnisse einzumischen, wird es schlimm kommen. Es wird nämlich so sein, wie Sie es sich gerade denken."

Alexander Lukaschenko - SNA
Alexander Lukaschenko
der belarussische Präsident
Aus Lukaschenkos Sicht kann ein Mensch Präsident bleiben, solange er will. Aber nur, wenn er gesund und regierungsfähig sei. Dabei verwies er auf die komplizierte Situation in Belarus und erklärte in diesem Zusammenhang, dass sein Land einen energischen, gesunden Menschen bräuchte, den das Volk wählen werde. Wiederholt verwies der belarussische Präsident darauf, dass Frieden und Ruhe herrschen müssten, damit das, was er als erster Präsident von Belarus geschaffen habe, nicht zunichtegemacht werde.
„Sollten Sie uns attackieren, bombardieren, uns das Wort, das Gesicht und unsere Unabhängigkeit entziehen, werde ich ein ewiger Präsident sein“, betonte Lukaschenko weiter.
Er werde demnach alles verteidigen, was er zusammen mit dem belarussischen Volk geschaffen habe – selbst, wenn er dabei sein Leben riskieren müsse, so der Präsident.

Belarus und Russland streben Integration an

Eines der weiteren Themen, die im Interview zur Sprache kamen, waren die Beziehungen zwischen Belarus und Russland.
Vor dem Hintergrund des Anfang September abgehaltenen Treffens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, bei dem sich die beiden Staatsoberhäupter auf eine einheitliche „makroökonomische Politik“ geeinigt und 28 Programme für die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit besprochen haben, fragte der US-Journalist Lukaschenko nach dem angeblichen Beitritt seines Landes zur Russischen Föderation, über den seit Jahren spekuliert wird.
Diese Idee bezeichnete der belarussische Präsident als „Hirngespinst“ und erklärte, dass die Führungen der beiden Staaten klug genug seien, stattdessen eine solche Allianz zu bilden, die noch stärker sei als eine unitäre Einheit.
„Eine solche Frage steht überhaupt nicht auf der Tagesordnung. Dies ist eine Erfindung des kollektiven Westens“, so Lukaschenko.
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin - SNA, 1920, 12.09.2021
Milliarde-Dollar-Deal: Moskau wird Belarus massiv aufrüsten

Politische Auseinandersetzungen in Belarus

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko war 1994 erstmals an die Macht gekommen und wurde seitdem mehrmals wiedergewählt. Die letzten Wahlen fanden im August 2020 statt. Lukaschenkos erneuter Wahlsieg löste eine Krise im Land aus – die Opposition behauptete, die Wahlergebnisse seien gefälscht, und in vielen Städten kam es zu massiven Protesten, die in Festnahmen und Strafverfahren mündeten.
Daraufhin verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Weißrussland und den westlichen Ländern stark. Die Europäische Union, Großbritannien, die USA, Kanada und eine Reihe anderer Länder verhängtenSanktionen gegen belarussische Beamte und Unternehmen und warfen Minsk Wahl- und Menschenrechtsverletzungen vor. Die belarussischen Behörden haben wiederholt erklärt, dass die Protestaktionen aus dem Ausland koordiniert würden.
Lukaschenko verwies darauf, dass Fälschungen in so einem Ausmaß unmöglich seien, und warf dem Westen direkte Einmischung in die Lage in der Republik vor. Er sagte, dass die Unruhen in Belarus von den USA geleitet worden seien und auch Europa dabei seine Hand im Spiel gehabt habe.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала