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Lawrow: AUKUS und Quad „erodieren“ Asean-Prinzipien

© SNA / Pressedienst des Außenministeriums RusslandsRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto) - SNA, 1920, 02.10.2021
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Die AUKUS-Partnerschaft sowie das Quad-Viererbündnis „erodieren“ laut Russlands Außenminister Sergej Lawrow universelle Formate der Zusammenarbeit im Indopazifik, die unter der Schirmherrschaft der Asean existiert haben.
Laut Lawrow entwickelt der Westen „mehrere Strategien in seiner Weltordnung-Initiative“. Eine davon sei „die sogenannte Indopazifik-Strategie der USA“, zu der die Quad-Partnerschaft aus den USA, Australien, Indien und Japan sowie die AUKUS-Allianz aus den USA, Australien und Großbritannien gehörten.
Dem Minister zufolge lässt dies „universelle Formate im asiatisch-pazifischen Raum erodieren“, die in den letzten Jahrzehnten unter der Schirmherrschaft der Asean existiert haben. Die Asean-Prinzipien seien Konsens und Gleichheit gewesen, so Lawrow.
Nun sei ein Übergang zur globalen Multipolarität zu sehen, der bereits seit vielen Jahren andauert.

„Natürlich wird der Übergang von der monopolaren Weltordnung um die USA zu einer demokratischeren und nachhaltigeren Welt lang sein. Doch dass das Herz der globalen Entwicklung von der euro-atlantischen in die asiatisch-pazifische Region verschoben ist, ist wahrscheinlich schon für jeden klar“, sagte der russische Außenminister.

Lawrow fügte hinzu, dass das internationale Leben inklusiver werde. Mit dem traditionellen Machtgleichgewicht sei es nicht mehr möglich, Probleme zu lösen; man brauche ein „Interessengleichgewicht“.

AUKUS- und Quad-Bündnisse

Zuvor hatten die USA, Großbritannien und Australien die Bildung des trilateralen Sicherheitspaktes AUKUS angekündigt. Eine der ersten Initiativen im Rahmen dieses Bündnisses soll die Lieferung von acht Atom-U-Booten an Australien sein.
Australien kündigte daraufhin ein Abkommen mit Frankreich über die Lieferung von zwölf U-Booten mit konventionellem Antrieb auf. Das Abkommen im Wert von 56 Milliarden Euro, das oft als „Vertrag des Jahrhunderts“ bezeichnet wurde, sah die Herstellung von zwölf U-Booten der „Barracuda“-Klasse vor.
Frankreichs Außenminister, Jean-Yves Le Drian,bezeichnete den Schritt als einen „Stoß in den Rücken“ und warf Canberra vor, das Vertrauen Frankreichs missbraucht zu haben. Frankreich hat seinen US-Botschafter vorübergehend zu Konsultationen abberufen.
Das erste persönliche Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Quad-Länder (Australien, Indien, Japan und USA) fand letzte Woche im Weißen Haus statt. Zu den Themen, die auf dem Quad-Treffen diskutiert wurden, gehörten die Bekämpfung der Corona-Pandemie, die wirtschaftliche Erholung sowie Infrastrukturprojekte, Klimapolitik, Zusammenarbeit im Weltraum und Cyberspace und Bildungsaustausch.
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