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Steht Ablösung von Laschet bevor? CDU-Politiker sollen Machtwechsel in Union planen

© AP Photo / Michael SohnUnions-Kanzlerkandidat Armin Laschet
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet - SNA, 1920, 02.10.2021
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Nach dem enttäuschenden Wahlausgang für die Union bereiten CDU-Politiker laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) die Ablösung von Parteichef Armin Laschet vor.
Wie es heißt, wollen die Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten und Carsten Linnemann den Parteivorsitzenden mit einem Mitgliedervotum abwählen. Zu den Unterstützern dieser Initiative gehören Angaben zufolge Christoph Ploß, Hamburger CDU-Chef und ebenfalls im Bundestag, und Christian Hirte, Bundestagsabgeordneter und Chef der CDU Thüringen. Allerdings solle Laschet noch die Chance erhalten, mit den Grünen und der FDP eine Jamaika-Koalition zu bilden.
Die CDU müsse „offenkundig wieder mehr Mitglieder- und Programmpartei“ werden, sagte Linnemann gegenüber der FAS. Laut von Stetten muss man in die Gliederungen der Partei hineinhorchen, falls es zu einer Regierung ohne Union komme. Dann „wäre die Zeit der Basis gekommen“.

Keine CDU-Regierung – kein Laschet

Laut FAS herrscht im Wirtschaftsflügel der Union, zu dem auch Linnemann und von Stetten gehören, die Auffassung, Laschet müsse zurücktreten, falls die Union die neue Regierung nicht anführt. Manche fordern demnach sogar den Rücktritt des gesamten Bundesvorstands der Partei, der sich für Laschet statt Söder als Kanzlerkandidat gegen den Willen der Basis eingesetzt hat.
CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen hatte vor Kurzem personelle Konsequenzen und einen Neuanfang gefordert. Dieser Prozess müsse stattfinden, egal ob die Union an der Regierung beteiligt sein werde oder in die Opposition gehe, sagte der CDU-Außenexperte in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“.
„Wenn das klar ist, müssen wir auch über eine personelle Neuaufstellung sprechen“, so Röttgen. „Die fehlende Akzeptanz des Kandidaten war der Hauptgesprächsgegenstand im Wahlkampf. Das weiß auch Armin Laschet.“ Röttgen betonte mit Blick auf den CDU-Vorsitzenden, es reiche aber jetzt nicht, „nur eine Person auszuwechseln“. Der Erneuerungsprozess müsse umfassend sein: „Partei, Fraktion, Inhalte, Kommunikation, Personal.“
Die Union war bei der Bundestagswahl am Sonntag mit 24,1 Prozent der Stimmen nur zweitstärkste Kraft hinter der SPD geworden und hatte deutliche Verluste hinnehmen müssen. Das schlechte Ergebnis sorgte vor allem für viel Kritik an Armin Laschets schwachem Wahlkampf und mangelnder Führungsstärke.
Nach der Bundestagswahl 2021  - SNA, 1920, 02.10.2021
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