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Seit 1993 auf der Flucht: Polizei fahndet auf Sizilien nach Cosa-Nostra-Boss

© CC0 / djedj / PixabayPolizei in Italien (Symbolbild)
Polizei in Italien (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.10.2021
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Auf der italienischen Insel Sizilien haben Spezialeinsatzkräfte der Polizei laut italienischen Medien nach dem seit 1993 flüchtigen Mafia-Boss Matteo Messina Denaro gesucht, aber ohne Erfolg. Dabei seien rund 150 Spezialeinsatzkräfte im Einsatz gewesen.
Am frühen Freitagmorgen wurden demnach auf der Insel Dutzende Häuser von Personen durchsucht, die verdächtig werden, den Mafioso unterstützt zu haben oder mit Mafia-Familien in Verbindung zu stehen.
Zum Einsatz gekommen seien auch Helikopter und Hundestaffeln. Derartige Durchsuchungen würden regelmäßig auf diesem Territorium vorgenommen.
„Die Mafiabosse können sich auf ihrer Flucht von ihren Heimatorten entfernen, müssen aber irgendwann zurückkehren“, sagte der Anti-Mafia-Staatsanwalt Federico Cafiero de Raho gegenüber dem Sender Rai Radio 1.
Messina Denaro gilt als oberster Pate der sizilianischen Cosa Nostra, einer der großen Mafia-Organisationen in Italien. Sein Spitzname ist U siccu (sizilianisch: „der Dürre“). Er wird aber auch Diabolik oder Rolex genannt.
Italienische Polizisten im Einsatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.07.2021
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Der heute 59-Jährige ist für mehrere Attentate verantwortlich. Er wurde unter anderem für die Morde an den Richtern und Mafia-Jägern Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, die zusammen mit mehreren Leibwächtern im Jahr 1992 bei zwei Bombenanschlägen ums Leben kamen, in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haft verurteilt.
Denaro ist seit 1993 auf der Flucht. Mehrere Versuche, ihn durch Razzien zu fassen, blieben seither erfolglos.
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