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Tiefgarage mit LGBTQ-Parkplätzen: Hanauer Stadtrat wehrt sich gegen Kritik

© AP Photo / Ben CurtisLGBT-Flagge
LGBT-Flagge - SNA, 1920, 01.10.2021
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Ein Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und Toleranz und gegen Hass: In Hanau sind kürzlich sogenannte „Vielfalt-Parkplätze“ in einer Tiefgarage eingeweiht worden. Die Reaktionen darauf sind aber gemischt.
Seit etwa einer Woche gibt es in Hanau drei videoüberwachte und nahe an Ausgängen gelegene „Vielfalt-Parkplätze“ . Die Wand dahinter wurde in Regenbogenfarben gestrichen. Die Parkplätze seien für Menschen mit einem „besonderen Bedarf nach Schutz und Sicherheit im öffentlichen Raum“, hieß es bei der städtischen Hanauer Parkhaus Gesellschaft.
„Ein gutes und wichtiges Zeichen für Akzeptanz von Vielfalt in unserer Gesellschaft“, schreibt der CSD Hanau, eine Bewegung, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen einsetzt, auf seiner Facebook-Seite.
Im Netz wird aber auch scharfe Kritik an den Parkplätzen laut. Einige glauben, dass man Teil der LGBTQ-Community sein müsste, um diese nutzen zu dürfen. Das geht so weit, dass der Hanauer Stadtrat Thomas Morlock sogar zurückrudern und klarstellen musste, dass die Parkplätze nicht für einen gesonderten Personenkreis geschaffen worden seien.
„Die teils homophoben und ausländerfeindlichen Reaktionen machen deutlich, dass die Aktion richtig und notwendig war“, sagte der hessische FDP-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.
In der Öffentlichkeit sei fälschlicherweise das Bild entstanden, dass die Parkplätze nur bestimmten Gruppen, konkret Personen der LGBTQ-Gemeinschaft und Migranten, vorbehalten seien, sagte Morlock, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Hanauer Parkhaus Gesellschaft (HPG) ist. „Die Parkplätze sind nicht reserviert, sie sind für alle gedacht und sollen ein Zeichen für Vielfalt sein.“
Twitch logo (Archivfoto) - SNA, 1920, 11.09.2021
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Die Parkplätze stünden Menschen zur Verfügung, „die einen besonderen Bedarf nach Schutz und Sicherheit im öffentlichen Raum haben“, hatte die städtische Hanauer Parkhaus Gesellschaft zur Eröffnung mitgeteilt. Der CSD Hanau betonte auch in einer Stellungnahme, dass alle ihr Auto dort abstellen können, „die auf diese Art und Weise Position gegen Hass und Ausgrenzung beziehen wollen“.
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