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Afghanistan
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Taliban veranstalten Mittagsmahl für ausländische Botschafter in Kabul

© REUTERS / Alexander ZemlianichenkoAbdul Ghani Baradar (Archivbild)
Abdul Ghani Baradar (Archivbild) - SNA, 1920, 01.10.2021
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Die radikal-islamistischen Taliban* haben in Kabul am Donnerstag ein Treffen und feierliches Essen für die ausländischen diplomatischen Vertreter in Afghanistan veranstaltet. Anwesend waren Botschafter aus Russland, Pakistan und Usbekistan. Dies teilten russische Medien unter Berufung auf den Taliban-Vertreter, Zabihullah Mujahid, mit.
Auf seiner Twitter-Seite veröffentlichte er mehrere Videos von der Veranstaltung. Unter den eingeladenen Gästen waren der russische Botschafter, Dmitri Schirnow, sowie die Leiter der diplomatischen Missionen Pakistans und Usbekistans – Mansur Ahmad Khan und Jodgorhuscha Schadmanow. An dem Treffen nahmen unter anderen auch Vertreter der Taliban-Führung teil – darunter Mullah Abdul Ghani Baradar, der zum stellvertretenden Vorsitzenden der Übergangsregierung ernannt wurde.
Nach dem Mittagsmahl, das im Gebäude des Außenministeriums in Kabul abgehalten wurde, gingen die Gastgeber zum Gebet über. Während der Veranstaltung bedankte sich Amir Chan Motaki, der Außenminister Afghanistans im Übergangskabinett, bei den Diplomaten für die Fortsetzung ihrer Arbeit während der „wichtigen politischen Transformationen“ in Afghanistan:
„Die Tatsache, dass Sie Ihrer Arbeit selbst im Zuge der wichtigen politischen Umwälzungen nachgegangen sind, zeigt, dass die Sicherheitssituation in Afghanistan stabil ist, die neue Regierung ist nämlich dafür verantwortlich. Wir danken allen Staaten, die dem afghanischen Volk humanitäre Hilfe leisten und die sich bereit erklärt haben, mit unserem Ministerkabinett zusammenzuarbeiten.“
Des Weiteren kündigte er die Bereitschaft der Taliban-Führung an, jedem Staat alle notwendigen Bedingungen zu schaffen „für die Umsetzung von Projekten, die auf afghanischem Territorium noch nicht abgeschlossen sind“.

Taliban haben Afghanistan erobert

Die Taliban starteten eine groß angelegte Operation, um die Kontrolle über Afghanistan zu übernehmen, nachdem die USA angekündigt hatten, ihre Streitkräfte von dort abzuziehen.
Am 15. August waren Truppen der radikal-islamischen Organisation kampflos in Kabul eingedrungen, während sich der ehemalige Präsident, Ashraf Ghani, auf die Flucht begeben hatte. Am 6. September verkündeten die Taliban die Errichtung der Kontrolle über das gesamte Territorium Afghanistans und am nächsten Tag die Zusammensetzung der Übergangsregierung, der ausschließlich Mitglieder der radikalen Bewegung angehören.
Viele Staaten haben erklärt, dass ein solches Kabinett nicht inklusiv ist, und fordern die Taliban auf, die ethnischen und religiösen Minderheiten sowie afghanische Frauen einzubeziehen. Vor diesem Hintergrund hatte kein Staat bislang die Legitimität des von den Taliban gebildeten Kabinetts anerkannt.
Ende September bekundeten die Taliban ihre Absicht, vor den Staats- und Regierungschefs der Welt bei der laufenden 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung zu sprechen. Einige Tage später teilte aber Afghanistans Ständige UN-Vertretung der islamistischen Organisation mit, dass das Land auf die Redezeit doch verzichte.
UN Symbolbild - SNA, 1920, 27.09.2021
Afghanistan
Afghanistan verzichtet auf Redezeit bei der Uno
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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