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Milliarden-Deal geplatzt: Five9 lehnt Fusion mit Zoom ab

Zoom - SNA, 1920, 01.10.2021
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Die Pläne von Zoom, sich mit einem Milliarden-Zukauf auf dem Call-Center-Markt schneller zu etablieren, sind gescheitert. Die Aktionäre der Firma Five9, die der US-Videokonferenzdienst schlucken wollte, lehnten den Deal ab. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung hervor, die die Unternehmen am Freitag veröffentlichten.
Zoom hatte im Juli angekündigt, die Firma Five9, einen Cloud-Softwarenanbieter für Kundenkommunikation, für 14,7 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 12,5 Milliarden Euro) kaufen zu wollen. Dafür wollte Zoom seine in der Pandemie im Kurs gestiegenen Aktien als Währung nutzen. Der Wert der Zoom-Papiere fiel seitdem allerdings um mehr als ein Viertel - von rund 362 auf zuletzt gut 261,50 Dollar. Damit wurde der Deal für die Aktionäre von Five9 weniger lukrativ, auch wenn ihre Firma in der Zeit an der Börse auch rund ein Zehntel ihres Wertes verlor.
Erschwerend kam in den vergangenen Wochen hinzu, dass die US-Regierung eine intensive Prüfung der Übernahme ankündigte. Ein spezielles Gremium, unter Führung des Justizministeriums, ging der Frage nach, ob der Deal Risiken für die nationale Sicherheit der USA berge.
Zoom-Chef Eric Yuan versicherte in einem Blogeintrag, dass der Rückschlag die Pläne von Zoom zur Erweiterung des Geschäfts nicht beeinträchtigen werde, da Five9 nicht entscheidend für den Erfolg der Plattform gewesen sei. Five9-Chef Rowan Trollope kündigte an, bald Pläne für die weitere Strategie als eigenständiges Unternehmen vorzustellen.
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Zoom war mit der Corona-Krise in eine neue Liga aufgestiegen. Die Firma sollte ursprünglich Videokonferenzen für Unternehmen zur Verfügung stellen. In der Pandemie nahm aber nicht nur die Nutzung in Firmen zu: Auch Privatpersonen greifen zu Zoom für alle möglichen Gelegenheiten - von Familientreffen bis zu Yoga-Stunden.
Nach Umsatzsprüngen von mehr als 300 Prozent im vergangenen Jahr hat sich das Wachstum normalisiert. Zoom versucht deshalb, den Rückenwind für den Ausbau seines Geschäfts zu nutzen. Der Plan ist unter anderem, neben Videokonferenzen auch die Versorgung mit Telefonie in Firmen zu übernehmen.
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