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„Laschet war wie Blei“ – Ostdeutscher CDU-Politiker zu Wahlniederlage der Union

CC BY-SA 3.0 / Olaf Kosinsky / Wikimedia CommonsCarsten Körber, Chef der sächsischen Landesgruppe der CDU im Bundestag
Carsten Körber, Chef der sächsischen Landesgruppe der CDU im Bundestag - SNA, 1920, 01.10.2021
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Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, „lag wie Blei auf unserem Wahlkampf“. Das kritisiert Carsten Körber, Chef der sächsischen Landesgruppe der CDU im Bundestag. Die Union müsse diese Niederlage „in Demut“ anerkennen und schonungslos aufarbeiten, sagte er gegenüber Medien. Die Strategie seiner Partei „gegen Rechts“ sei gescheitert.
Der neue Chef der sächsischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, Carsten Körber, hat den Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet (CDU), direkt für die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl verantwortlich gemacht. Körber kritisierte seinen Parteikollegen in einem aktuellen Interview mit dem „Deutschlandfunk“.
Laschet habe „wie Blei auf dem Wahlkampf der Union gelegen“. Das Ergebnis sei schlechter gewesen, als es sich CDU/CSU nach „den schlechtesten Prognosen“ vorab vorgestellt habe. Nun müsse die CDU das Resultat mit Demut anerkennen.

Desaströser Wahlkampf

„Ich gehe mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass wir in die Opposition gehen. Unser Wahlkampf war ein Desaster“, sagte Körber.

Er hoffe, dass seine Partei nicht so weitermache. Neben den Inhalten werde sie auch über eine grundlegende personelle Neuaufstellung reden müssen. Er hoffe ebenfalls, „dass wir jetzt aus dieser desaströsen Situation lernen“.
In seiner Funktion ist er der Nachfolger von Marco Wanderwitz (CDU), dem früheren Vorsitzenden der sächsischen Landesgruppe der Union im Bundestag und amtierenden Ost-Beauftragten der Bundesregierung. Wanderwitz war im Wahlkampf wiederholt mit stigmatisierenden Aussagen über Ostdeutsche und AfD-Wähler aufgefallen. Etwa als er sagte, er sehe einen „klaren Zusammenhang“ zwischen Sympathie zur AfD und Impf-Skepsis.
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Union „null vorbereitet auf die Zeit nach Merkel“: Göring-Eckardt gegen Jamaika-Koalition

Gescheiterte Wahl-Strategie

Die CDU hatte mit nur 24,1 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei Bundestagswahlen eingefahren. Insbesondere in Sachsen, aber auch in anderen ostdeutschen Bundesländern wurde bei dieser Wahl die AfD mitunter stärkste Kraft und lag weit vor der Union.

Körber meint: „Die Strategie der CDU gegen Rechts“ habe nicht funktioniert. Viele Menschen in Sachsen hätten sich „angegriffen und beleidigt gefühlt“.

Die Union könne nicht so tun, als sei in Sachsen „alles in Butter“, sagte er. Im Osten sei eine Situation erreicht, in der die gesellschaftliche bürgerliche Mitte schwächer sei als die politischen Ränder ganz rechts und ganz links. Wobei das Problem ganz rechts ist in Sachsen laut Körber größer.
Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz (Archivfoto) - SNA, 1920, 01.10.2021
Friedrich Merz: „CDU ist denkfaul geworden“
Der CDU-Spitzenpolitiker Friedrich Merz bezeichnete zuvor seine Partei „als denkfaul“ mit Blick auf den schwachen Wahlkampf. Merz kritisierte gegenüber Medien, die CDU habe sich viele Jahre auf den Apparat der Regierung gestützt und dabei das thematische Arbeiten verlernt.
Nun hat sich der sächsische CDU-Politiker Körber dieser Kritik angeschlossen. Er rechne nach dem Wahl-Fiasko „stark mit einer Ampel-Koalition“ aus SPD, Grüne und FDP als neue Bundesregierung.
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