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IWF: „Kryptoisierung“ in Schwellenländern bedroht Finanzstabilität

© SNA / Wladimir AstapkowitschBitcoin
Bitcoin - SNA, 1920, 01.10.2021
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Das Aufkommen digitaler Währungen in Schwellenländern könnte laut einer Information des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre Finanzstabilität stören.
Bitcoin und andere digitale Währungen sind im letzten Jahr im Preis und an Popularität gestiegen: Schwellenländer wie Vietnam, Indien und Pakistan ergreifen immer mehr Maßnahmen zur Einführung von Kryptowährungen. El Salvador wurde im September laut Reuters zum ersten Land, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat. Es soll die Kosten für milliardenschwere Überweisungen in die USA gesenkt haben.
Theoretisch bieten Kryptowährungen eine billigere und schnellere Möglichkeit, Geld über Grenzen hinweg zu senden. Digitale Token wie Stablecoins könnten auch dazu beitragen, Ersparnisse vor hoher Inflation oder Schwankungen der lokalen Währungen zu schützen.
Zu den Antriebskräften für die Einführung von Kryptowährungen in Schwellenländern gehören laut IWF unsolide makroökonomische Politik und ineffiziente Zahlungssysteme sowie die Verlockung schneller Gewinne, die auch Investoren auf der ganzen Welt anreizt.
Zu einer wachsenden Krypto-Nutzung können außerdem Faktoren wie geringe Glaubwürdigkeit der Zentralbanken sowie hohe Inflation und Instabilität der inländischen Währung beitragen, fügte der Fonds hinzu.

IWF: Kryptoisierung droht mit erheblichen Risiken

Die Einführung einer Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel birgt erhebliche Risiken für die makrofinanzielle Stabilität, den Verbraucherschutz und die Umwelt, warnt der IWF. „Kryptoisierung“ kann auch die Steuerhinterziehung erleichtern und dadurch die Finanzpolitik bedrohen.
Zwar ist derzeit die Wahrscheinlichkeit, dass Kryptowährungen auf nationaler Ebene verwendet werden, für die meisten Länder gering, aber ein solches Szenario ist in Ländern mit schwacher Geld- und Wechselkurspolitik möglich, wo die mit der Verwendung volatiler Kryptowährung verbundenen Risiken immer noch eine relative Verbesserung gegenüber der bestehenden Politik darstellen.
Der Währungsfonds forderte die Entwicklungsländer auf, die makroökonomische Politik zu stärken. Zudem sollten möglicherweise Maßnahmen getroffen werden, um eine „Dollarisierung“ zu verhindern und die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik zu erhöhen. Erwünscht wäre auch die Einführung digitaler Zentralbankwährungen als Reaktion auf die „Kryptoisierung“, so der Fonds.
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