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„Baerbock lügt, wenn sie Plagiate im Buch als Einzelfall abspeist“ – Plagiatjäger

© REUTERS / MICHELE TANTUSSIGrünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock - SNA, 1920, 01.10.2021
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61 Plagiate in Baerbock-Texten, die bis ins Jahr 2008 zurückreichen – das ist das Zwischenergebnis einer Analyse, die der Plagiatsjäger Stefan Weber vorgenommen hat. Für Weber ist klar, das Buch gründet auf einer jahrelangen Praxis der Politikerin.
Nicht nur im Buch der Grünen-Spitzenpolitikerin strotzt es vor mitunter wörtlich übernommenen Passagen aus Fremdtexten. Auch in anderen Oline-Texten gibt es solche Übernahmen von Inhalten Dritter, wie der österreichische Plagiatjäger Stefan Weber in einem Zwischenergebnisseiner Analyse von Texten der Politikerin feststellt. Bislang hat Weber 61 solcher Stellen nachgewiesen, will aber die Suche fortführen.

Es konnte gezeigt werden, dass Frau Baerbock lügt, wenn sie die „fehlenden“ Quellenangaben in ihrem Buch „Jetzt“ zum singulären Fehler – entstanden unter Zeitdruck – herunterspielt

Stefan Weber
Plagiatjäger
Im Gegenteil wende die Politikerin die Methode der „unethischen“ Aneignung fremder Texte seit vielen Jahren an, schließt Weber aus den entdeckten Stellen.
Als Beispiel führt der Plagiatjäger in einer Pressemitteilung vom Samstag einen Text aus dem Jahr 2008 an, den Baerbock für die Heinrich-Böll-Stiftung verfasst hatte und in dem er einige Wort-für-Wort-Übernahmen von der Bertelsmann-Stiftung, dem „Spiegel“ und Wikipedia vorgefunden hat. Der Anteil der Übernahme liegt etwa bei der Hälfte am Gesamttext.
Als Beispiel die Übernahme von Bertelsmann:

„Beim EU-Gipfel am 18./19. Juni 2008 ließ sich Premierminister Brian Cowen eine Erklärung absegnen, mit der die größten Bedenken der irischen Wähler ausgeräumt werden sollen. Der Europäische Rat stellt klar, dass das irische Abtreibungsrecht durch das Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon ebenso unangetastet bleibt wie die Steuerhoheit und die traditionelle Politik der militärischen Neutralität. Außerdem darf auch weiterhin jeder Mitgliedstaat einen eigenen EU-Kommissar nominieren.“

Bei Baerbock lautet es dann:
„Zwar ließ sich Premierminister Brian Cowen beim EU-Gipfel im Juni eine Erklärung absegnen, mit der die größten Bedenken der irischen Wähler ausgeräumt werden sollten. So stellte der Europäische Rat klar, dass das irische Abtreibungsrecht durch das Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon ebenso unangetastet bleibt wie die Steuerhoheit und die traditionelle Politik der militärischen Neutralität. Außerdem darf auch weiterhin jeder Mitgliedstaat einen eigenen EU-Kommissar nominieren.“
Die Unterschiede sind marginal.
Die Grünen-Spitzenpolitikerin hat sich nach der Weber-Analyse bei den folgenden Quellen ebenfalls wörtlich bedient: Webseite der SPD, Internationale Politikanalyse der Friedrich-Ebert-Stiftung, Europäische Kommission, Global Public Policy Institute, Österreichisches Parlament, Grüne Liga, Deutsche Umwelthilfe, Bitkom, US-Präsident Joe Biden, „Taz“, „Tagesspiegel“, „Frankfurter Rundschau“, „Hannoversche Allgemeine“, „n-tv“, „Dorfzeitung“ (Reinickendorf), „Yumpu“-Zeitschrift, TP-Presseagentur sowie Klimaretter.info.
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