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Ein Jahr Haft: Frankreichs Ex-Staatschef wegen illegaler Wahlkampffinanzierung schuldig gesprochen

© SNA / Kirill Kallinikov / Zur BilddatenbankNicolas Sarkozy auf dem 11. Gaidar-Forum in Moskau (Archivbild)
Nicolas Sarkozy auf dem 11. Gaidar-Forum in Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 30.09.2021
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Ein Gericht in Paris hat den ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy wegen illegaler Wahlkampffinanzierung im Jahre 2012 schuldig gesprochen. Dies melden am Donnerstag internationale Nachrichtenagenturen.
Bei der Urteilsverkündung war Sarkozy nicht präsent. Ihn vertritt im Gericht der Anwalt Thierry Herzog.
Das Gericht verurteilte ihn zu einem Jahr Haft. Seine Strafe verbringt Sarkozy zu Hause unter elektronischer Beobachtung.
Die Gerichtsanhörungen zum Fall erfolgten vom 20. Mai bis zum 22. Juni. Daran beteiligte sich Medienberichten zufolge der Ex-Präsident nur einmal, um Absagen abzugeben.
Frankreichs Ex-Staatschef  Nicolas Sarkozy  - SNA, 1920, 17.06.2021
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Die Verteidigung hatte Freispruch für den früheren Staatschef gefordert.
Der vom Gericht behandelte Fall heißt in Medien „Bygmalion“, also nach dem Namen der PR-Agentur, die sich mit Informationsarbeiten im Rahmen der Sarkosy-Wahlkampagne im Jahre 2012 beschäftigt hat.
Die übrigen 13 Angeklagten in dem Prozess um die Wiederwahl-Kampagne müssten sich wegen Betrugs oder Beihilfe dazu verantworten. Sarkozys damalige Partei UMP, inzwischen in „Republikaner“ umbenannt, soll Ausgaben für den Wahlkampf nicht als solche abgerechnet haben. Dazu soll es ein System fiktiver Rechnungen gegeben haben.
Die erlaubte Obergrenze für die Ausgaben betrug damals 22,5 Millionen Euro. Tatsächlich sollen aber mindestens 42,8 Millionen Euro ausgegeben worden sein. Sarkozy wird laut Medien nicht vorgeworfen, das System der fiktiven Rechnungen geschaffen zu haben - er soll aber zwei Warnhinweise von Buchhaltern ignoriert haben.
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