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Ecuador: 116 Tote bei blutigen Bandenkämpfen in Gefängnis

© REUTERS / VICENTE GAIBOR DEL PINOSoldaten vor einem Gefängnis in Ecuador.
Soldaten vor einem Gefängnis in Ecuador. - SNA, 1920, 30.09.2021
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Banden in einem Gefängnis in Ecuador sind 116 Häftlinge ums Leben gekommen. Weitere 78 Insassen und zwei Polizisten wurden verletzt, wie die Staatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes am Mittwoch mitteilte. Mehrere Opfer sollen enthauptet worden sein.
Zu dem Blutbad kam es in der Haftanstalt „Guayas N1“ nahe der Wirtschaftsmetropole Guayaquil. „Es ist eine Tragödie, dass die kriminellen Banden im Kampf um die Kontrolle so weit gehen“, sagte der Leiter des Strafvollzugs, Bolívar Garzón, laut der Nachrichtenagentur DPA.
Bei den Bandenkämpfen kamen demnach auch Schusswaffen und Sprengsätze zum Einsatz. Mit einem Aufgebot von 400 Beamten konnten Spezialeinsatzkräfte der Polizei die Haftanstalt inzwischen wieder unter ihre Kontrolle bringen sowie Schusswaffen, Messer, Munition und Drogen sicherstellen.
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Gefängnischef Garzón räumte ein, dass die Banden mit Hilfe von Justizvollzugsbeamten Waffen in die Haftanstalt geschmuggelt hätten.
Die Streitkräfte rückten mit gepanzerten Fahrzeugen in die Haftanstalt ein und zogen einen Sicherheitskordon, um die Arbeit der Ermittler und Forensiker abzusichern. Eine Frau will den Kopf ihres Mannes in einem Video aus dem Gefängnis erkannt haben.

„Wie soll ich meiner Tochter sagen, dass sie ihrem Vater den Kopf abgeschnitten haben?“, sagte sie der Zeitung „El Universo“.

Präsident Guillermo Lasso verhängte für 60 Tage den Ausnahmezustand über den Strafvollzug im ganzen Land. In Ecuador kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Erst im Februar waren bei heftigen Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden in mehreren Haftanstalten 79 Menschen getötet worden.
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