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Zentrum für Politische Schönheit gesteht Nichtverteilung von fünf Millionen AfD-Flyern

© REUTERS / ANNEGRET HILSEWahlkampf-Veranstaltung der AfD
Wahlkampf-Veranstaltung der AfD - SNA, 1920, 29.09.2021
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Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) hat angegeben, verantwortlich für die Nichtverteilung von fünf Millionen Wahlkampf-Flyern der Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu sein.
Die Aktionskünstler vom ZPS haben eigenen Angaben zufolge eine Firma mit dem Namen „Flyerservice Hahn“ gegründet und der AfD angeboten, Flyer preisgünstig für sie zu verteilen. Anstatt aber die Werbezettel an die Haushalte zu bringen, hat das ZPS die fünf Millionen Flyer von verschiedenen Kreisverbänden gesammelt und sie in ihrem Logistikzentrum gelagert. Dem ZPS zufolge waren 85 Parteiverbände der AfD Kunden der fiktiven Firma, die insgesamt fünf Millionen Flyer, 72 Tonnen Werbematerial, an den Flyerservice Hahn geliefert haben.
„Unglaublich, aber wahr: Eine GmbH ohne Adresse, Handelsregistereintrag oder Steuernummer macht allen AfD-Verbänden in der Republik ein Angebot, das sie nicht ablehnen können – und akquiriert Aufträge in Millionenhöhe“, braviert die Organisation auf ihrer Webseite und bittet gleichzeitig um Spenden.
„Leider ist unser einziger Kunde extrem sauer und will uns nicht nur um die vertraglich vereinbarte Vergütung prellen, sondern will auch noch Schadenersatz und strafrechtliche Konsequenzen“, heißt es.
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Die AfD hatte am Freitag – zwei Tage vor der Bundestagswahl - bekannt gegeben, dass mehr als eine Million Wahlkampf-Flyer der Partei nicht verteilt worden waren. Ein Dienstleister habe vor einigen Wochen zu günstigen Konditionen angeboten, das Werbematerial an Haushalte zu verteilen. Dann habe sich jedoch herausgestellt, dass dieser Dienstleister gar nicht existiere, die Partei also getäuscht worden sei. Dafür sei mit hohem Aufwand eine Website fingiert und illegal die Umsatzsteuernummer eines völlig unwissenden Unternehmers benutzt worden, hieß es in der von der Partei verbreiteten Meldung. Von der Aktion betroffen seien wohl Kreisverbände und Kandidaten der AfD in Niedersachsen, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Partei kündigte an, zeitnah eine Strafanzeige erstatten zu wollen.
AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla sagte: „Diese beispiellose Aktion trifft nicht nur die AfD. Hier ist bereits jetzt ein erheblicher Schaden für die Demokratie eingetreten.“
Das ZPS war in der Vergangenheit unter anderem damit aufgefallen, auf dem Nachbargrundstück des thüringischen AfD-Politikers Björn Höcke einen Nachbau des Berliner Holocaustmahnmals zu errichten. Höcke hatte das von Peter Eisenman entworfene Mahnmal einst als „Denkmal der Schande“ bezeichnet.
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