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Sprecherin des Wirtschaftsministeriums: Versorgungssicherheit bei Erdgas ist weiter hoch

CC BY 2.0 / Alexander Savin / Wikimedia CommonsDas Gebäude des Ministeriums für Wirtschaft und Energie in Berlin
Das Gebäude des Ministeriums für Wirtschaft und Energie in Berlin  - SNA, 1920, 29.09.2021
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Die Gasspeicher in Deutschland werden zwar langsam gefüllt, aber es gibt keinen Grund, von Versorgungsengpässen zu sprechen. Das teilte die Pressesprecherin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Beate Baron, mit.
„Die Speicher liegen diese Woche bei rund 67 Prozent“, sagte die Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch in der Bundespressekonferenz. Somit stiegen diese um drei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. „Das ist eine langsame Steigerung im Vergleich zu letzter Woche, aber sie steigt“, betonte Baron in Bezug auf die Versorgungssicherheit in Deutschland und bezeichnete sie als „weiter hoch“.
„Nach unseren Informationen werden alle Vertragsbedingungen oder Nachfrage im Markt bedient, auch die von russischer Seite“, fügte die Sprecherin hinzu.
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Baron wollte nicht spekulieren, wie lange man ohne externe Versorgung von diesem Vorrat leben könne. „Wie lange welcher Gasvorrat reicht, hängt natürlich davon ab, wie lange ein Winter dauert“, meinte sie. Deutschland habe weltweit die viertgrößte Speicherkapazität für Erdgas, so Baron weiter. Mit 24,6 Milliarden Kubikmetern an Gas seien diese Kapazitäten im europäischen Vergleich die größten.
„Damit ist die Versorgungssicherheit aktuell gegeben, und sie war auch in den letzten Jahren gegeben. Es gab in den vergangenen Jahren keine Versorgungsengpässe in Deutschland“, betonte die Sprecherin.

Gaspreise in Europa

Die Sorge um die Versorgungssicherheit bei Gasvorräten lässt sich auf die Börsenpreise für Gas in Europa zurückzuführen. Diese brechen seit dem Spätsommer Rekorde. So wurde am 30. August die Marke von 600 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter überschritten, am 9. September die Marke von 700 US-Dollar, am 14. September die Marke von 800 US-Dollar, und am 15. September näherte sich der Kraftstoffpreis der Marke von 970 US-Dollar. Seit Anfang des Jahres hat sich der Preis somit vervierfacht.
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Als Gründe dafür nennen die Experten den kalten Winter von 2020 und die ungewöhnliche Hitzewelle im diesem Sommer, die die europäischen Speicherreserven erschöpften. Die gestiegene Nachfrage nach Erdgas lässt sich zudem auf die Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise und begrenzte Lieferungen durch Europas größten Lieferanten Gazprom zurückführen.
Die Europäische Union hatte laut Reuters vor 20 Jahren auf stabile und langfristige Gasverträge verzichtet, als die Gaspreise an die Ölpreise gekoppelt waren. Seitdem ist Europa auf kurzfristige und flexiblere Verträge angewiesen, die auf den an Börsen und Hubs gehandelten Gaspreisen basieren. Der Wechsel kam den europäischen Verbrauchern zugute, als das reichliche Angebot die Preise niedrig hielt. Auf dem angespannten Markt von heute zeigte das Modell nun aber seine Nachteile, sodass die europäischen Haushalte mit hohen Rechnungen im Winter rechnen sollten.
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