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Umfrage: Berufseinsteiger wollen Respekt und Sicherheit – bei bekannten Unternehmen

Unternehmer (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.09.2021
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Viele junge Berufsanfänger wollen am liebsten in großen, traditionellen Unternehmen arbeiten, wie eine große Umfrage zeigt – mit einer Ausnahme. Zudem legen junge Menschen mehr Wert auf Respekt und Anerkennung im Job. Das Wichtigste ist und bleibt jedoch ein sicherer Arbeitsplatz.
Im Vergleich zum Vorjahr legen sogenannte „Young Professionals“ – Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT oder Naturwissenschaften – deutlich mehr Wert auf Anerkennung von Leistung, Respekt gegenüber Mitarbeitenden und eine sichere Anstellung. Nationale Unternehmen dominieren die Top 30. Das sind Ergebnisse des aktuellen „Young Professional Survey 2021“ von „Universum“, auf dem die Rankings der attraktivsten Arbeitgeber basieren. Insgesamt wurden für die Umfrage 16.600 junge Berufstätige in Deutschland befragt.

Mehr Wert auf Anerkennung, Respekt und Sicherheit

Von den Aspekten, die Arbeitgeber attraktiv machen, hat die Anerkennung von Leistung deutlich an Bedeutung gewonnen. Bei jungen Berufstätigen der Wirtschaftswissenschaften, des Ingenieurwesens und der Informatik schafft es dieser Aspekt erstmals unter die Top 10.
Ebenfalls deutlich wichtiger geworden ist Respekt gegenüber Mitarbeitenden. Zwar schafft es das Attribut noch nicht unter die Top 10, hat aber bei den jungen Berufstätigen mit einem Abschluss im Ingenieurwesen oder in den Naturwissenschaften am meisten an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung zeigt sich sowohl bei Studierenden als auch bei Young Professionals. Das spricht für eine gesellschaftliche Entwicklung, die unabhängig von der aktuellen Lebenssituation ist. Möglicherweise hat die Krise das Bedürfnis nach einem respektvollen Umgang miteinander gestärkt.
Nicht ganz so überraschend ist der stärkere Fokus auf einer sicheren Anstellung. Bei jungen Berufstätigen des Ingenieurwesens und der Naturwissenschaften ist dieser Aspekt jeweils von Rang 5 auf 4 und 3 gestiegen. Bei Young Professionals der Wirtschaftswissenschaften und Informatik zählt eine sichere Anstellung auf Rang 8 und 4 erstmals zu den Top 10. Generell an Bedeutung verloren haben dagegen attraktive Produkte und Dienstleistungen, Prestige sowie Work-Life-Balance.
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Die attraktivsten Arbeitgeber der Young Professionals

Auch an der Spitze der Arbeitgeberrankings hat sich einiges getan: Porsche steht jetzt bei den Young Professionals der Wirtschaftswissenschaften an erster Stelle und verweist Google auf Rang zwei. Daimler/Mercedes-Benz steigt um zwei Plätze auf Rang drei, gefolgt von der BMW Group weiterhin auf Rang vier. Bosch klettert sechs Plätze nach oben auf Rang fünf. Im Ingenieurwesen hält Porsche die Spitzenposition, Bosch und Siemens steigen jeweils drei Plätze auf Rang zwei und drei. BMW Group und Audi fallen dagegen um je zwei Plätze auf Rang vier und fünf.
Bei jungen Berufstätigen aus der IT bleibt die Spitze dagegen stabil: Google und Microsoft verlieren zwar an Prozentpunkten, halten sich jedoch auf Rang eins und zwei. Rang drei belegt Neueinsteiger Tesla. Apple und Amazon steigen je einen Platz ab auf Rang vier und fünf. Bei den Young Professionals der Naturwissenschaften wurden die Karten an der Spitze neu gemischt: Roche springt zwei Plätze nach oben und sichert sich die Pole-Position. BASF steigt drei Plätze auf Rang zwei. Bayer macht eine Position gut und landet auf Platz drei. Merck klettert drei Ränge nach oben auf Platz vier und Novartis um einen Rang auf Platz fünf.

Nationale Unternehmen dominieren Top 30

Unter den 30 attraktivsten Arbeitgebern sind in allen Fachbereichen vorrangig deutsche Unternehmen. Einige von ihnen konnten gute Sprünge nach oben realisieren: So klettert Siemens in den Wirtschaftswissenschaften acht Plätze nach oben auf Rang zehn. Bayer steigt in den Wirtschaftswissenschaften 20 und im Ingenieurwesen elf Ränge auf, landet auf den Plätzen 27 und 30 und damit in den Top 30. In den Naturwissenschaften gelingt Henkel der Aufstieg in die Top 30: 14 Plätze steigt das Unternehmen auf Rang 21.
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Durchweg an Attraktivität verloren haben Google und Microsoft. Das könnte daran liegen, dass die traditionell von diesen Firmen gewährte Flexibilität jetzt auch von anderen Firmen angeboten wird. Deutliche Verluste haben die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Deloitte, EY (Ernst & Young), KPMG und „PricewaterhouseCoopers“ (PWC) zu verzeichnen. Eine Vermutung ist, dass sie mit einer Unternehmenskultur assoziiert werden, die mit dem größeren Bedürfnis nach flexiblem Arbeiten und Sicherheit kollidiert.
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