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Geld an Nawalny-Strukturen: Berlin bestätigt Zuwendungen über seine Moskauer Botschaft – Diplomat

© SNA / Natalia SeliwerstowaDas Außenministerium Russlands (Archiv)
Das Außenministerium Russlands (Archiv) - SNA, 1920, 29.09.2021
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In Deutschland bestreitet man nicht, dass russische Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau Gelder an Strukturen weitergeleitet haben, die mit Kreml-Kritiker Alexej Nawalny verbunden sind. Das teilte der Direktor der Dritten Europa-Abteilung des russischen Außenministeriums Oleg Tjapkin mit.
In einem Gespräch mit SNA bestätigte Tjapkin am Mittwoch, dass das Thema über offizielle Kanäle angesprochen und öffentlich diskutiert worden sei. Der Diplomat fand es „bemerkenswert, dass die deutschen Gesprächspartner die Tatsache nicht bestreiten, dass russische Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau Geld an Strukturen, die Alexej Nawalny nahestehen, überwiesen haben“. Bestritten werde aber, betonte Tjapkin, dass solche Überweisungen „auf Anweisung ,von oben‘ im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit“ stattfanden.
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Berlin habe seine Unzufriedenheit damit geäußert, sagte Tjapkin weiter, dass persönliche Daten dieser Geldsender publik gemacht wurden.

„Das russische Außenministerium ist aber nicht verantwortlich für die Handlungen der Medien und Bürgeraktivisten, die eine Untersuchung über die Finanzierungsquellen der Organisation veröffentlicht haben, deren Markenzeichen der genannte Blogger ist“, fügte der Diplomat hinzu.

Anfang September hatte die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa mitgeteilt, dass die Gelder für Projekte von Alexej Nawalny unter anderem durch mehrere Angestellte ausländischer Botschaften in Russland flossen. Der Großteil der Spenden kamen über die Botschaften der USA und Deutschlands, sowie Kanadas, Frankreichs, Spaniens und anderer Nato-Länder.
Anfang Juni hatte das Moskauer Stadtgericht die Organisationen Nawalnys, die damals bereits als ausländischer Agent galten, als extremistisch eingestuft und ihre Abschaffung angeordnet. Der Kreml-Kritiker, dessen frühere Bewährungsstrafe wegen Unterschlagung von Geldmitteln des Unternehmens Yves Rocher durch eine reale Freiheitsstrafe ersetzt wurde, sitzt derzeit in einer Arbeitskolonie ein. Grund dafür ist, dass Nawalny gegen die Auflagen für seine Bewährungsstrafe verstoßen hatte.
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