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Zugang zu Nuklear-Objekt verweigert – IAEA wirft dem Iran Verletzung der Vereinbarung vor

© AP PhotoDie iranische Atomanlage Natanz, in der Uran angereichert wird, 17. April 2021.
Die iranische Atomanlage Natanz, in der Uran angereichert wird, 17. April 2021. - SNA, 1920, 27.09.2021
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Der Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) aufgerufen, den konstruktiven Prozess im Atombereich durch Falschmeldungen nicht zu untergraben. Das war eine Reaktion auf die Vorwürfe der Organisation, Teheran blockiere die vollständige Überwachung seines Atomprogramms.
„Die IAEA sollte den hergestellten konstruktiven Prozess mit voreingenommenen Berichten nicht untergraben“, zitiert die iranische Nachrichtenagentur IRNA den Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation, Behrouz Kamalvandi, am Montag.
Am Sonntag hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, in einem Sonderbericht erklärt, der Iran verweigere den IAEA-Inspektoren Zugang zu einem Objekt, in dem Teile für Zentrifugen zur Uran-Anreicherung hergestellt werden. Bei dem Objekt handelt es sich um die Werkstatt Tessa in Karadsch westlich von Teheran.
Laut Kamalvandi sei Grossi und seine Kollegen „gut darüber informiert“, dass die Werkstatt wegen einer Sabotageaktion im Juni versiegelt und bis Ende der Untersuchungen geschlossen sei. DieselbenArgumente äußerte auch der IAEA-Botschafter des Irans, Kasem Gharibabadi. Teheran habe daher bei den Verhandlungen in Wien die Situation erklärt und keine Zusage für eine Wartung der IAEA-Kameras an diesem Ort gegeben, sagte er.
Flaggen der SOZ-Mitgliedsländer  - SNA, 1920, 17.09.2021
SOZ gibt grünes Licht für Mitgliedschaft des Iran
Die IAEA hält aber die Nichtzulassung ihrer Experten zu Tessa für einen Verstoß gegen die am 12. September in Teheran erzielte Vereinbarung.
Der Ausbau der Kapazitäten der Zentrifugen für die Urananreicherung bereitet der IAEA und der internationalen Gemeinschaft Sorgen. Grossi hatte am 12. September eine Einigung mit Teheran erzielt, wonach die IAEA wieder ihre Überwachungsgeräte warten und Speichermedien austauschen darf, um die lückenlose Kontrolle des umstrittenen Atomprogrammes zu gewährleisten. Laut Grossis Bericht wurde die Übereinkunft überall außer in der Zentrifugen-Werkstatt in Karadsch umgesetzt. Im Juni war es dort zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem auch IAEA-Kameras schwer beschädigt worden. Iranische Medien sprachen damals von einem missglückten Sabotageakt.
Die 2015 in Wien international geschlossene Vereinbarung zwischen dem Iran, den fünf UN-Vetomächten und Deutschland sollte Teheran eine friedliche Nutzung der Kernkraft gestatten, aber die Entwicklung von Kernwaffen verwehren. Darin verpflichtete sich der Iran, sein Atomprogramm herunterzufahren; im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 22.09.2021
Maas drängt Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch – Teheran will Sanktionsaufhebung
Im Mai 2018 stiegen die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Als Reaktion darauf kündigte der Iran eine etappenweise Abkehr von seinen Verpflichtungen ab 2019 an.
Russland bemüht sich um die Rettung des Deals. Wie der Ständige Vertreter Russlands bei den internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow, zuvor mitgeteilt hat, sei die Arbeit zur Wiederherstellung des Abkommens zu fast 90 Prozent abgeschlossen, es seien nur politische Momente übrig geblieben, die mit den Verpflichtungen der USA und dem verbunden sind, wie Washington sie künftig einhalten wird.
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