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Belarusische Oppositionelle bekommt Vaclav-Havel-Preis des Europarats

© REUTERS / BelTAMaria Kolesnikowa, Mitglied des Koordinierungsrats der weißrussischen Opposition
Maria Kolesnikowa, Mitglied des Koordinierungsrats der weißrussischen Opposition  - SNA, 1920, 27.09.2021
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Maria Kolesnikowa, Mitglied des Koordinierungsrats der belarusischen Opposition, ist für ihr Engagement im Bereich der Menschenrechte mit dem Vaclav-Havel-Preis des Europarats geehrt worden. Das wird auf der Webseite der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE) berichtet.
Bei der Preisverleihung in Straßburg würdigte PACE-Präsident Rik Daems die Bereitschaft der Oppositionsführerin, sich selbst und ihre Sicherheit im Kampf gegen das Regime zu opfern, das „gewalttätig und brutal” handele. Kolesnikowa befindet sich seit September 2020 in Haft.
Der Preis in Höhe von 60.000 Euro wurde der Schwester der Oppositionellen, Tatjana Chomitsch, überreicht.
„Diese Auszeichnung ist für uns Weißrussen ein direktes Signal: die internationale demokratische Gemeinschaft unterstützt uns, und wir befinden uns auf dem richtigen Weg“, sagte Chomitsch. Sie fügte hinzu, dass die belarusischen Behörden bereit sein sollten, sich für all ihre Verbrechen zu verantworten.
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Am 6. September wurden Kolesnikowa und ein anderes Mitglied des Koordinierungsrats, Maxim Snak, zu elf beziehungsweise zehn Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Die Anklage lautete auf Verschwörung zum Zweck der Machtergreifung und auf die Bildung einer extremistischen Formation.
Im August 2020 kam es in Minsk und anderen belarusischen Städten zu Protesten gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen, die der amtierende Staatschef Alexander Lukaschenko zum sechsten Male gewonnen hatte. Die Opposition verkündete die Bildung eines Koordinierungsrats, der die Bemühungen der Protestierenden vereinen und einen Dialog mit der Führung der Republik aufnehmen sollte. Kolesnikowa wurde Mitglied des Koordinierungsrats.
Im September 2020 wurde Kolesnikowa im Zentrum von Minsk festgenommen. Nach dem Erlass eines Haftbefehls kam sie ins Untersuchungsgefängnis. Die Anklageseite forderte zwölf Jahre Haft für sie.
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