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Erdogan für US-Truppenabzug aus Syrien und Irak

© REUTERS / POOLTayyip Erdogan
Tayyip Erdogan - SNA, 1920, 26.09.2021
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Nach dem Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan sollte Washington nach Ansicht des türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdogan, auch in Syrien und im Irak dasselbe tun.
„Natürlich, wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir wünschen, dass sie Syrien und den Irak genauso verlassen, wie sie Truppen aus Afghanistan abgezogen haben. Wenn wir friedlichen Zwecken in der Welt dienen wollen, dann hat es keinen Sinn, in diesen Ländern zu bleiben“, sagte Erdogan am Sonntag in einem Interview mit CBS.
Die Völker und Regierungen dieser Länder haben ihm zufolge das Recht, unabhängig Entscheidungen zu treffen. Die Türkei ihrerseits sei in Syrien mit dem Ziel des Wiederaufbaus des Landes.
„In Syrien bauen wir 100.000 Wohneinheiten. Menschen, Familien wurden verdrängt, sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Wir bauen Wohnungen für sie. Mich interessiert, was andere Länder tun. Es ist sehr wichtig, das zu sehen“, erklärte Erdogan.
Der Präsident drückte die Hoffnung aus, dass Washington, Moskau, Bagdad und Ankara zusammenarbeiten können, um Frieden und Stabilität in Syrien und im Irak zu erreichen.
Die US-Streitkräfte kontrollieren zusammen mit den arabisch-kurdischen Milizen der „Demokratischen Kräfte Syriens“ illegal Gebiete im Norden und Nordosten Syriens in den Provinzen Deir ez-Zor, Al-Hasakah und Raqqa, wo die größten Öl- und Gasfelder Syriens liegen. Damaskus hat die Präsenz des amerikanischen Militärs auf seinem Territorium wiederholt als Besatzung und Staatspiraterie mit dem Ziel des Öldiebstahls bezeichnet.
Im Irak agieren die USA an der Spitze der Anti-Terror-Koalition. Das irakische Parlament hatte im Januar 2020 mehrheitlich beschlossen, ausländische Truppen zum Abzug zu bewegen und das Format der Zusammenarbeit mit der Koalition zu überarbeiten.

US-Abzug aus Afghanistan

Am 31. August haben die USA ihren Afghanistan-Einsatz nach knapp 20 Jahren beendet. Am 6. September erklärten die Taliban* auch Pandschir, die letzte der insgesamt 34 Provinzen, die Widerstand leistete, für erobert. Kurz danach proklamierten die Taliban eine Übergangsregierung. Zum amtierenden Regierungschef wurde Mullah Hassan Achund bestimmt - er war Außenminister während der ersten Talibanherrschaft von 1996 bis 2001 und steht auf der Sanktionsliste der Vereinten Nationen.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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