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Russland dementiert Bericht über „Entsendung eines Desinformationsspezialisten“ nach Berlin

© AP Photo / Markus SchreiberBotschaft der Russischen Föderation in Berlin
Botschaft der Russischen Föderation in Berlin - SNA, 1920, 26.09.2021
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Die russische Botschaft in Berlin hat den heutigen Bericht der „Welt am Sonntag“ über einen angeblich nach Deutschland entsandten „Desinformationsspezialisten“ dementiert.
Unter Verweis auf eigene Recherchen berichtete die Zeitung am Sonntag, dass Russland bei den diesjährigen Bundestagswahlen angeblich einen Geheimdienstmitarbeiter in seiner Botschaft in Berlin einsetze. Dieser sei etwa „der Spezialist für die Durchsetzung russischer Auslandsinteressen und Desinformation“. Der Artikel enthält auch ein Dementi der russischen diplomatischen Vertretung zu diesen Gerüchten.
Scholz letzter Termin vor der Bundestagswahl  - SNA, 1920, 26.09.2021
Scholz gibt seine Stimme bei der Bundestagswahl ab
Auf Anfrage der Zeitung teilte die russische Botschaft in Berlin mit, der Mitarbeiter sei in Übereinstimmung mit allen Vorschriften akkreditiert worden. Auf Nachfragen, insbesondere zum Umfang seiner Tätigkeit, reagierte die Botschaft mit den Worten, dass es sich um„Pseudo-Informationen“ und ein „wildes Gemisch aus Spekulationen und Fantasien“ handele.
Anfang September hatte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Andrea Sasse, bei einem Briefing in Berlin bekanntgegeben, dass einige „zuverlässige Informationen“ darauf hindeuteten, dass Russland mehreren deutschen Politikern Phishing-E-Mails habe zukommen lassen. Laut Sasse könnten solche Angriffe „zur Vorbereitung von Beeinflussungsoperationen, wie Desinformationskampagnen für die Bundestagswahl“ am 26. September dienen.
Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes wollte keine weiteren Details zu den Cyberangriffen nennen, betonte aber, die russische Seite sei über die Situation informiert worden, unter anderem bei einem Treffen der hochrangigen bilateralen Arbeitsgruppe für Sicherheitspolitik Anfang September in Berlin.
Wie die deutsche Generalstaatsanwaltschaft am 10. September gegenüber SNA bestätigte, habe sie eine Untersuchung der Cyberangriffe eingeleitet. Dahinter steckte nach Angaben des US-Cybersicherheitsunternehmens „FireEye“ die „Ghostwriter“-Gruppe, die mit Russland in Verbindung stehe. Unter Berufung auf eine Erklärung des deutschen Außenministeriums lehnte es die Generalstaatsanwaltschaft ab, weitere Fragen zur Verbindung des Falles mit Russland zu beantworten.
Annalena Baerbock - SNA, 1920, 06.09.2021
Baerbock am häufigsten Ziel von Desinformation – Studie
Am Freitag hatte die Europäische Union Russland gezielte Cyberangriffe gegen zahlreiche Abgeordnete, Regierungsbeamte, Politiker sowie Vertreter der Presse und der Zivilgesellschaft vorgeworfen. Die Aktivitäten seien nicht hinnehmbar, denn sie zielten laut Brüssel darauf ab, auch durch Desinformation und Informationsmanipulation demokratische Werte und Prinzipien zu untergraben. Konkret erwähnt wurde wieder die „Ghostwriter“.
Der Westen wirft Russland wiederholt vor, sich in innere Angelegenheiten einzumischen und Cyberangriffe durchzuführen. Russland weist alle Anschuldigungen zurück und betont, diese würden mit keinen Beweisen belegt. Moskau erklärte mehrfach seine Bereitschaft zu einem Dialog über Cybersicherheit.
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