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 - SNA, 1920
Afghanistan
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Bombe trifft Taliban-Konvoi in Afghanistan – ein Toter und mehrere Verletzte

© AP Photo / Rahmat GulTaliban-Käpmfer in Afghanistan (Archivfoto)
Taliban-Käpmfer in Afghanistan (Archivfoto) - SNA, 1920, 25.09.2021
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Bei der Explosion eines Sprengsatzes bei einem Konvoi der militant-islamistischen Taliban* ist am Samstagmorgen mindestens ein Mensch im Osten Afghanistans ums Leben gekommen. Sieben weitere Menschen sind nach Angaben örtlicher Quellen bei dem Vorfall in der Provinz Nangarhar verletzt worden.
Ein Taliban-Sprecher bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA) eine Explosion in der Provinzhauptstadt Dschalalabad, ohne ins Detail zu gehen. Lokale Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, eine am Straßenrand versteckte Bombe sei detoniert, als der Konvoi das Gebiet durchquerte.
In Nangarhar, einst Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS)**, hat die Zahl der gezielten Tötungen und Explosionen zugenommen, seit die Taliban Mitte August die Kontrolle über Afghanistan übernommen haben. Der IS hatte sich zu einigen der jüngsten Anschläge bekannt. Die Taliban und der IS haben in der Vergangenheit gegeneinander gekämpft.
In der Stadt Herat hängten die Taliban am Samstag die Leichen von vier Männern öffentlich auf, die einen Händler und seinen Sohn entführt haben sollen. Der von den Taliban gestellte Vizegouverneur Maulaui Schir Achmed Amar sagte, Taliban-Kämpfer hätten die Männer bei Gefechten getötet und ihre Gefangenen befreit. Die Männer „wurden aufgehängt, damit niemand es mehr wagt, solche Verbrechen zu begehen“, sagte Amar gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Rückkehr zur Todesstrafe

Am Freitag ist aus dem Interview der Associated Press (AP) mit einem hochrangigen Taliban-Beamten bekanntgeworden, dass die Islamisten ihre harte Politik hinsichtlich der von ihnen verurteilten Kriminellen, die die Exekutionen und die Amputation von Händen vorsieht, weiterhin verfolgen wollten.
Das Abschneiden der Hände sei aus Sicherheitsgründen, so der Taliban-Vertreter, „äußerst notwendig“.
Bezüglich der künftigen Strafen sagte der Beamte, dass diesmal Richter und Richterinnen darüber entscheiden würden, aber die Grundlage der afghanischen Gesetze weiterhin der Koran bleibe. Die Taliban-Kämpfer hätten mittlerweile eine zuvor übliche Bestrafung wiederbelebt – nämlich die öffentliche Beschämung von Männern, die des geringfügigen Diebstahls beschuldigt werden.
Pressekonferenz des politischen Büros der Taliban in Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Macht noch nicht legitim: Afghanischer Politiker stellt Inklusivität der Taliban-Regierung in Frage
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
**Islamischer Staat (IS, auch Daesh) – Terrorvereinigung, in Deutschland und Russland verboten.
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