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Ultimatum an Kanzlerkandidaten: Zwei Klimaaktivisten in Berlin drohen mit Durststreik

© REUTERS / MICHELE TANTUSSIKlima-Hungerstreik in Berlin
Klima-Hungerstreik in Berlin - SNA, 1920, 24.09.2021
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Nachdem die zwei Streikenden in Berlin kein Gehör bei den Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen gefunden haben, kündigten sie nun einen verschärften Hungerstreik an. Sollte es hart auf hart kommen und kein Klimanotstand ausgerufen werden, wollen die beiden ab Samstag auch keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen.
Die Bedingung der 24-jährigen Frau und des 21-jährigen Mannes lautet weiterhin: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz solle öffentlich ankündigen, dass Klimanotstand herrsche.
Eine Gruppe der Jugendlichen hatte am 30. August in der Nähe des Reichstagsgebäudes in Berlin einen Hungerstreik für eine radikale Klimawende begonnen. Damit wollten sie unter anderem ein öffentliches Gespräch mit den Kandidaten Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU/CSU), und Annalena Baerbock (Grüne) am Donnerstagabend erreichen.
Da die Politiker nicht erschienen waren, brachen fast alle Teilnehmer den Hungerstreik ab und protestierten am Donnerstagnachmittag in ihrem Lager am Spreebogen mit leeren Stühlen gegen die Abwesenheit der Kandidaten. Die „Ignoranz der Verantwortlichen (hat) ein Ausmaß angenommen, das nicht mehr zu übertreffen ist“, sagte der 27-jährige Jacob Heinze. Wichtig seien nun Widerstand und sozialer Ungehorsam.
Der 21-jährige Henning Jeschke, der schon seit mehr als drei Wochen hungert, und die 24-jährige Lea Bonasera, die ihren Hungerstreik diese Woche begann, wählten unterdessen einen anderen Weg – zumal die Frist des Ultimatums bereits verstrichen ist – nämlich: Weiter hungern und womöglich nicht mehr trinken. Dazu sollte es kommen, wenn der SPD-Politiker als möglicher nächster Kanzler nicht unverzüglich den Klimanotstand ausrufe.
In einer Pressekonferenz packten die beiden Eisblöcke auf die freien Stühle der drei eingeladenen Politiker und inszenierten eine Art Prozess wegen Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel.
Sollten die beiden innerhalb weniger Tage keine Flüssigkeit zu sich nehmen, können sie mit ernsten gesundheitlichen Folgen rechnen – bis hin zum Tod.
Wahlplakate der deutschen Kanzlerkanzlerkandidaten, des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und CDU-Chefs Armin Laschet und des Bundesfinanzministers der Sozialdemokratischen Partei (SPD) Olaf Scholz.  - SNA, 1920, 16.09.2021
„Um Laschet fertig zu machen“ – Geschulte Klimaaktivistin in ARD-Wahlarena eingeladen

Teilnehmer springen vom Streik ab

Gestern hatte die DPA berichtet, dass sechs von den ursprünglich sieben beteiligten Klimaaktivisten den Hungerstreik – womöglich gesundheitshalber – aufgegeben und drei weitere wieder zu essen angefangen haben.
Die Klimaaktivisten hatten am 30. August in der Nähe des Berliner Reichstagsgebäudes ihren Hungerstreik begonnen. Sie forderten ein öffentliches Gespräch mit den drei Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen am heutigen Donnerstag sowie die Einsetzung eines Klima-Bürgerrats.
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