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Nord Stream 2 bleibt mit jeder neuen Bundesregierung wichtig – Russischer Senator

© SNA / Dmitriy Lelchuk / Zur BilddatenbankNord Stream 2
Nord Stream 2 - SNA, 1920, 24.09.2021
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Die Gasleitung Nord Stream 2 bleibt für Deutschland nach Ansicht des russischen Föderationsratsabgeordneten Andrej Klimow auch nach der Bundestagswahl wichtig, unabhängig davon, welche Parteien die nächste Bundesregierung stellen.
Wer auch immer das Steuer in der Bundesrepublik nach der kommenden Bundestagswahl übernehme, „Nord Stream 2 bleibt für Deutschland eine objektive Notwendigkeit“, erklärte Andrei Klimow, Vorsitzender des Ausschusses für Staatssouveränität im Föderationsrat (russisches Oberhaus), gegenüber Journalisten. Die neue Bundesregierung werde das Pipelineprojekt fortsetzen müssen, „weil das Projekt tatsächlich auf gegenseitigem Interesse beruht“.
Nach Auffassung von Klimow ist Nord Stream 2 kein Prestigeprojekt oder dergleichen, sondern „eine Möglichkeit für die Bundesrepublik,ihren Status als wirtschaftliche und technologische Großmacht zu erhalten“. Das Pipelineprojekt einzustellen, wäre laut dem Senator ein „schwerer Schlag“ infolge kurzsichtiger Politik.

Steigende Gaspreise in Europa

Laut Experten bleibt die Aussicht auf die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 in diesem Jahr der bestimmende Preisfaktor auf dem Gasmarkt in Europa. Nach Angaben des Betreibers ist die Ostsee-Pipeline inzwischen fertiggestellt. Das Gazprom-Management hat erklärt, bereits dieses Jahr Erdgas im Umfang von 5,6 Milliarden Kubikmeter über Nord Stream 2 aus Russland nach Deutschland liefern zu können. Diese Ankündigung sorgte für nachlassende Preise auf dem europäischen Gasmarkt.
Oliver Hermes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft - SNA, 1920, 23.09.2021
Erzwingt Russland über hohe Gaspreise schnelle Nord-Stream-2-Inbetriebnahme? Oliver Hermes kontert
Die Vereinigten Staaten versuchen mit Unterstützung einiger Länder in der EU, das russisch-europäische Pipelineprojekt zu verhindern – auch um Vorzugsbedingungen für das amerikanische Flüssiggas in Europa zu schaffen. Die EU-Kommission legt einen Umgang mit der Ostsee-Pipeline an den Tag, der stark umstritten ist. In der Kritik steht die Absicht Brüssels, das Projekt entgegen juristischen Auffassungen rückwirkend dem sog. Dritten Energiepaket zu unterwerfen. Dieser Maßnahmenkatalog der EU sieht unter anderem die Entflechtung von Pipelinebetreibern und Gasanbietern vor.
Das Gazprom-Management hatte mit Blick auf die nahende Heizsaison mehrfach auf den niedrigen Füllstand in den europäischen Gasspeichern hingewiesen. Letzte Woche Freitag – nachdem der Preis für 1000 Kubikmeter Erdgas in Europa auf über 960 Dollar gestiegen war – führte Gazprom-Vorstand Alexej Miller die Rekordpreise auf die niedrigen Gasvorräte in Europa zurück.
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