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Tanklaster-Fahrer fehlen: Britische Regierung erwägt Einsatz von Soldaten am Steuer

© REUTERS / TOBY MELVILLEEine BP-Tankstelle in London
Eine BP-Tankstelle in London - SNA, 1920, 24.09.2021
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Das Ölunternehmen BP hat seine Kraftstoff-Lieferungen an Dutzende von Tankstellen in Großbritannien reduziert. Die Einschränkungen sind jedoch auf den Mangel an Fahrern zurückführen, die Tanklaster steuern könnten. Die Regierung erwägt nun den Einsatz von Militärangehörigen. Dies berichtet die Zeitung „The Times“ am Freitag.
Demnach hat das Mineralölunternehmen Hoyer, das als Auftragnehmer von BP auftritt, Schwierigkeiten dabei, genügend Fahrer zu finden, die den Kraftstoff zu den Tankstellen transportieren würden.
In mindestens 50 der insgesamt 1200 Tankstellen des Ölriesen in ganz Großbritannien fehle mindestens eine Kraftstoffsorte, berichtet die Zeitung. Mehrere Tankstellen sollen vorübergehend geschlossen haben. Vor allem Autobahntankstellen würden beliefert. Auch einige Tankstellen von Tesco und Esso seien von dem Kraftstoffmangel betroffen.
BP-Managerin Hanna Hofer, die für den Einzelhandel in Großbritannien zuständig ist, hatte Medienberichten zufolge letzte Woche die Situation bei einer Regierungssitzung als „sehr schlecht“ bezeichnet. Der Konzern verfüge über zwei Drittel der normalen Tankstellenvorräte, die für einen „reibungslosen Betrieb“ erforderlich seien. Diese Bestände würden rasch zurückgehen.
Laut der Zeitung hat die Regierung offenbar Notfallpläne erörtert, Soldaten als Fahrer von Tankwagen einzusetzen. Die Armee soll demnach in Bereitschaft gesetzt werden. Die Pläne sollten umgesetzt werden, falls sich die Situation erheblich verschlechtere.
Nach Informationen der Zeitung ist das Kabinett in der Frage gespalten, ob man den Unternehmen erlauben sollte, mehr ausländische Lkw-Fahrer einzusetzen. Umweltminister George Eustice befürworte die Aufnahme von Lkw-Fahrern in die Liste der Mangelberufe, damit mehr davon aus dem Ausland kommen könnten. Gegen den Vorschlag habe sich Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng ausgesprochen: Seiner Ansicht nach sollten die Unternehmen den Fahrern mehr Geld zahlen.
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Verkehrsminister Grant Shapps versprach, die britische Regierung werde „Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um sicherzustellen, dass die Engpässe gelindert werden“. In einem Gespräch mit dem Sender Sky News am Freitag äußerte er, man müsse auch dafür sorgen, dass der Beruf des Lkw-Fahrers attraktiver werde. Großbritannien habe lange von billigen Arbeitskräften zumeist aus Osteuropa profitiert, so der Minister. In Bezug auf die Frage, ob die Regierung die Visabestimmungen für interessierte Trucker aus anderen Ländern lockern würde, sagte Shapps, es werden alle Optionen geprüft.
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Nach Angaben des Güterkraftverkehrsverbandes RHA vom Juli 2021 gibt es einen Mangel von mehr als 100.000 Fahrern in Großbritannien, deren Gesamtzahl sich vor dem Beginn der Pandemie auf 600.000 belaufen hat – eine Zahl, die Zehntausende von Fahrern aus EU-Mitgliedstaaten enthalten habe, die einmal im Vereinigten Königreich gelebt und gearbeitet hätten.
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