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Verdi droht in Tarifrunde für öffentliche Banken mit Warnstreiks

© AP Photo / ECKEHARD SCHULZVerdi (Symbolbild)
Verdi (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Der Streit bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der öffentlichen Banken in Deutschland eskaliert weiter. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag mit Warnstreiks gedroht, während die Arbeitgeber harte Einschnitte bei den Einkommen der Beschäftigten forderten.
Der Bundesverband öffentlicher Banken (VÖB) wolle eine Abschaffung der Gehaltsaufstiege per Berufserfahrung.
Verdi rechnete vor, dies würde „ausgehend von der bisherigen Systematik Einkommensverluste von bis zu 900 Euro monatlich bedeuten“. Das Vorgehen des VÖB sei eine „offene Provokation gegenüber den Beschäftigten.“ „Es ist damit zu rechnen, dass wir nun sehr zeitnah zu ersten Warnstreiks aufrufen werden“, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Jan Duscheck.
Auch der Deutsche Bankangestellten Verband (DBV) stellte klar: „Einen Wegfall der Berufsjahresstaffel, wie von der Arbeitgeberseite in den Raum gestellt, werden wir nicht zulassen.“
Gunar Feth, Verhandlungsführer der öffentlichen Banken, betonte nach der zweiten Verhandlungsrunde, die am Mittwoch und Donnerstag in Berlin stattfand, die Verdi-Berechnung entbehre jeglicher Grundlage: „Wir haben ganz bewusst nicht über Zahlen neuer Gehaltsstrukturen geredet, weil wir sie zusammen erarbeiten wollen.“ Erklärtes Ziel aller Beteiligten sei, das seit gut zwei Jahrzehnten überholte Tarifwerk zu modernisieren.
Eine Ikea-Mitarbeiterin (Archiv) - SNA, 1920, 21.09.2021
Ikea-Beschäftigte streiken in Deutschland nach Verdi-Aufruf
Neben mehr Geld geht es den Gewerkschaften in den Verhandlungen für die 60 000 Beschäftigten von Landes- und Förderbanken sowie mehreren Sparkassen um flexiblere Arbeitsbedingungen. Verdi und DBV fordern nach positiven Erfahrungen mit mobilem Arbeiten während der Pandemie verbindliche tarifliche Regelungen. Die Verhandlungen sollen am 19. Oktober fortgesetzt werden.
Für 140.000 Beschäftigte der privaten Banken in Deutschland wird getrennt verhandelt, hier setzen sich die Tarifpartner an diesem Freitag (24.9.) in dritter Runde an den Verhandlungstisch.
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