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Spahn für mehr Unabhängigkeit von China bei Medizin-Produkten

© AP Photo / UWE LEINApotheke (Symbolbild)
Apotheke (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Mehr Unabhängigkeit von China bei wichtigen medizinischen Produkten. Das wünschte sich Gesundheitsminister Jens Spahn auf dem Apothekertag in Düsseldorf für die Zukunft. Daneben betonte er auch die Wichtigkeit von Apotheken-Dienstleistungen vor Ort, wie etwa der Zustellung von Medikamenten, die besser honoriert werden sollten.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich als Lehre aus der Corona-Pandemie für mehr Unabhängigkeit von Lieferungen aus China bei wichtigen medizinischen Produkten ausgesprochen. Dazu gehöre die Förderung von Entwicklungen in der Bio- und Gentechnologe, damit Deutschland wieder stärker „Apotheke der Welt“ werde, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag beim Apothekertag in Düsseldorf.
Es gebe Bereiche, in denen mehr Souveränität wichtig sei. „Wir geben doch auch nicht die Rüstungsindustrie nach China, nur weil sie günstiger ist.“ Als weitere Lehre sei auch eine stärkere Digitalisierung nötig. Die Pandemie habe außerdem gezeigt: „Ein Gesundheitswesen ist dann stark, wenn die Wirtschaft stark ist.“ In den vergangenen zwei Wahlperioden habe es keine Spargesetze gegeben, erläuterte Spahn und verwies unter anderem auf stabile Beitragseinnahmen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Archivbild) - SNA, 1920, 22.09.2021
Spahn: Rückkehr zur Normalität im Frühjahr
Mit Blick auf die Corona-Lage sagte der Minister, Deutschland sei noch in der vierten Welle der Pandemie, aber vor allem dank der Impfungen auf dem Weg heraus. Mehr als 106 Millionen Impfungen in neun Monaten seien „eine logistische Meisterleistung“ gewesen, auch wenn im Alltag manches einmal geruckelt habe. Spahn dankte den Apotheken für ihren Einsatz in der Pandemie, für die Vergütungen „nicht nur okay, sondern richtig und fair“ gewesen seien. Im Schnitt habe es 2020/21 je Apotheke 125.000 Euro zusätzlichen Umsatz gegeben.
Generell gelte es auf dem Apothekenmarkt, von der Finanzierung über die Abgabe von Medikamentenpackungen stärker zu einer Honorierung von Dienstleistungen zu kommen, die nur Apotheken vor Ort leisten könnten. Spahn nannte unter anderem Botendienste oder Beratung, wenn Patienten regelmäßig mehrere Medikamente einnehmen. Er hob auch Modellprojekte zu Grippeimpfungen in Apotheken hervor – äußerte sich aber zurückhaltend zu Ideen, dass Apotheken möglicherweise auch Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus übernehmen könnten.
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