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Schatzfund beim Müllsammeln auf Meeresgrund: Hobby-Taucher finden altrömische Goldmünzen

© CC0 / 12019 / PixabayTaucher (Symbolbild)
Taucher (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Zwei Freizeittaucher wollten in ihrem Urlaub etwas Gutes und Nützliches tun: den Meeresboden vor der spanischen Mittelmeerküste von Abfällen säubern. Beiläufig entdeckten sie einen Schatz, den sie daraufhin mit einem Korkenzieher und einem Schweizer Messer gehoben haben.
Luis Lens und sein Schwager Cesar Gimeno tauchten im Flachwasser unweit der spanischen Küstenstadt Alicante, um Müll vom Meeresboden aufzusammeln. Neben Plastikabfällen, Flaschen und Getränkedosen fand Hobby-Taucher Lens in einer Tiefe von sieben Metern auch einen Groschen – dachte er: „Ich dachte, ich hätte eine 10-Cent-Münze entdeckt, in einem kleinen Loch, ähnlich einem Flaschenhals“, sagte Lens laut „Daily Mail“. Erst an Bord seines Bootes habe er eine antike Abbildung auf dem vermeintlichen 10-Cent-Stück erkannt.
Mit einem Korkenzieher und einem Schweizer Taschenmesser ausgerüstet, gingen Lens und Gimeno daraufhin wieder unter Wasser. Zwei Stunden dauerte der Tauchgang, bei dem sie mit ihrem spärlichen Werkzeug den Meeresboden durchwühlten. Die Ausbeute: 53 Goldmünzen aus altrömischer Zeit.
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Der Althistoriker Jaime Molina von der Universität Alicante datiert die kostbaren Fundstücke auf das Ende des IV., Anfang des V. Jahrhunderts nach Christus. „Ein exklusiver archäologischer und historischer Fund“, sagt er. „Die Erforschung der Münzen wird uns neue Erkenntnisse über den Untergang des Weströmischen Reichs liefern.“ Es sei einer der größten Goldmünzenfunde im spanischen Gebiet.
Trotz ihres hohen Alters sind die Münzen bestens erhalten. Der Historiker Molina hat die Abbildungen darauf ohne weiteres als Kaiserportraits identifizieren können. Seinen Angaben zufolge ist auf drei dieser 53 Münzen der römische Kaiser Valentinian I abgebildet. Sieben weitere tragen das Bildnis Valentinians II. Auf den meisten Münzen sind die Kaiser Theodosius Magnus, Flavius Arcadius und Flavius Honorius Augustus dargestellt.
Wie die Goldmünzen auf den Meeresgrund gelangt waren, ist laut Molina nicht ganz klar. Schiffswracks sind in der Nähe des Fundorts jedenfalls nicht vorhanden. Der Historiker vermutet, die Münzen waren dort absichtlich versteckt worden, möglicherweise beim Ansturm barbarischer Völker. Gefunden wurden sie von altruistischen Tauchern – und werden demnächst in einem lokalen Museum ausgestellt.
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