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Berechnung zur Bundestagswahl: Rot-grün-rote Koalition am wahrscheinlichsten – Onlinetool „Coalizer“

© AFP 2021 / THOMAS KIENZLEWahlplakate SPD Grüne Linke
Wahlplakate SPD Grüne Linke - SNA, 1920, 23.09.2021
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Das wahrscheinlichste Regierungsbündnis nach der Bundestagswahl ist nach Angaben des neuen Onlinetools „Coalizer“ Rot-Grün-Rot. Die Berechnung wurde für die „Stuttgarter Zeitung“durchgeführt.
Nicht nur den Prozentanteil der Stimmen bei der Bundestagswahl kann man vorhersagen – sondern auch Koalitionswahrscheinlichkeiten. Damit beschäftigt sich unter anderem das neue Onlinetool „Coalizer“, das inhaltliche Differenzen der Parteiprogramme analysiert.
Das Projekt haben laut der „Stuttgarter Zeitung“ Politikwissenschaftler an der TU Chemnitz entwickelt. Sie haben die Parteipositionen im Wahl-O-Mat untersucht – und für jede Partei eine „nutzenmaximierende“ Koalition errechnet.
„Nutzenmaximierend“ wäre ein Bündnis, wo Parteien am besten ihre politischen Vorstellungen durchsetzen könnten – und am wenigsten Zugeständnisse machen würden.

Rot-grün-rotes Bündnis am attraktivsten für Parteien

Das Modell geht davon aus, dass sich Parteien eine Koalition in Übereinstimmung mit ihrem Wahlprogramm wünschen. Zugeständnisse wegen inhaltlicher Widersprüche entschädigen sie mit der Zahl der Ministerposten – das heißt Ämterorientierung. Eine höhere Ämterorientierung zeigt also, dass die Partei in einer Koalition mehr an Ministerposten und weniger an der Koalitionspolitik selbst interessiert wäre.
Sollte eine Partei zu große Zugeständnisse akzeptieren müssen, würden Koalitionsgespräche scheitern – dann wäre der Gang in die Opposition nützlicher.
Beim jetzigen Umfragestand würden laut dem „Coalizer“ SPD, Grüne und Linke am wenigsten auf inhaltliche Differenzen stoßen, wenn sie eine Koalition bilden wollten. Für die SPD würde in diesem Fall die Ämterorientierung nur 25 Prozent betragen, für die Grünen und die Linke 28 beziehungsweise 48 Prozent. Das ist der niedrigste Wert für alle drei Parteien – diese Regierungskoalition gilt deshalb in der heutigen Situation als nutzenmaximierend.

Wenn nicht Rot-Grün-Rot

Was die Koalitionsmöglichkeiten für andere Parteien angeht, wäre für die Union erneut eine „große Koalition“ mit der SPD am attraktivsten (Ämterorientierung 36 Prozent), ein bisschen weniger attraktiv wäre eine „Jamaika“-Koalition mit der FDP und den Grünen (40 Prozent).
Die Grünen wären nach Angaben des „Coalizer“ mehr an einem Bündnis mit der SPD und der FDP (50 Prozent) als an einer „Jamaika“-Koalition (57 Prozent) interessiert.
Die FDP dagegen würde lieber eine „Jamaika“ (50 Prozent) als eine „Ampel“ (59 Prozent) eingehen.
Die Ergebnisse der Studie sind jedoch theoretisch, denn der „Coalizer“ analysiert nur Inhalte der Parteiprogramme. Dabei werden viele Besonderheiten nicht berücksichtigt – etwa dass man die „große Koalition“ beenden will oder dass bestimmte Themen für die Parteien sensibel sind.
Die Linken-Co-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow - SNA, 1920, 23.09.2021
Linken-Co-Vorsitzende rechnet mit rot-grün-roter Koalitionsregierung
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