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Unabhängig von Parteikonfiguration: Moskau für Kooperation mit neuem deutschen Bundeskabinett bereit

© SNA / Wladimir TrefilowStaatsflaggen von Russland und Deutschland
Staatsflaggen von Russland und Deutschland - SNA, 1920, 23.09.2021
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Der russische Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, hat in einem Interview die Rolle der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Entwicklung der russisch-deutschen Beziehungen kommentiert. Darüber hinaus äußerte er sich zur bevorstehenden Bundestagswahl in Deutschland.
In Bezug auf Merkels Rolle bei der Entwicklung der bilateralen Beziehungen erinnerte Netschajew an die Aussagen des russischen Präsidenten, Wladimir Putin. Bei der Pressekonferenz nach dem Arbeitsbesuch von Merkel in Moskau am 20. August betonte Putin, dass die Kanzlerin 16 Jahren lang an der Spitze der Bundesregierung eines der größten sowie führenden Länder Europas gestanden sei und zurecht zu den besonders angesehenen europäischen und Weltspitzenpolitikern gehöre.
„Innerhalb dieser Jahre haben sich die bilateralen Beziehungen Russlands und Deutschlands fortschreitend entwickelt; unterschiedliche gemeinsame Projekte wurden umgesetzt, darunter auch die thematischen ,Kreuzjahre‘ Russlands in Deutschland und Deutschlands in Russland, wie auch Initiativen zu Zwischenparlaments- und Zwischenregionallinien sowie in wissenschaftlich-historischen und Bereichen des militärischen Gedenkens“, schilderte Netschajew gegenüber SNA.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin  - SNA, 1920, 20.08.2021
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Mit Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl äußerte der Diplomat die Hoffnung, dass sich auch die neue Führung Deutschlands bei der Umsetzung ihres außenpolitischen Russland-Kurses auf das über die Jahre hinweg gesammelte positive Potenzial der bilateralen Beziehungen und der zwischenmenschlichen Kontakte stützen werde. Er verwies darauf, dass Russland und Deutschland nach wie vor viele gemeinsame Themen und Interessen hätten.
„Wir begegnen dem Willen der deutschen Bevölkerung mit Respekt und werden mit jener Regierung Deutschlands zusammenarbeiten, die nach Abschluss der bevorstehenden Wahlen gebildet wird. Wir sprechen uns für eine Kooperation mit Deutschland (….) auf der Basis gegenseitigen Respekts, der Gleichberechtigung, des Pragmatismus und der Suche nach einem Interessengleichgewicht aus. Selbstverständlich ohne Sanktionen, Ultimaten und andere Unzukömmlichkeiten wie Spekulationen über Absichten, mit uns aus der Position der Stärke zu sprechen.“
Laut Netschajew ist die russische Seite dafür offen, mit dem neuen Bundeskabinett „unabhängig von seiner Parteikonfiguration“ zu kooperieren und er rechne mit der Rückkehr zu „einem konstruktiven pragmatischen Herangehen“.
„Derzeit begreift man sowohl in Moskau als auch in Berlin, dass der aktuelle Zustand der russisch-deutschen Beziehungen dem Potenzial des bilateralen Zusammenwirkens nicht entspricht. Man braucht einen neuen, qualitativen Vorstoß und wir sind dafür auf jeden Fall bereit. Russland hat nie die Tür für Dialog und Zusammenarbeit geschlossen (…)“, betonte Netschajew.
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Angela Merkel ist seit dem 22. November 2005 Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Am 14. März 2018 wurde sie vom Bundestag zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt. Am 26. September 2021 wird nun ein neuer Bundestag gewählt, Merkel kandidiert nicht mehr.
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