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Nach geplatztem U-Boot-Deal: Französischer Konzern will Australien Rechnung ausstellen

© CC0 / Pixabay / Free-PhotosDer Eiffelturm in Paris (Symbolbild)
Der Eiffelturm in Paris (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Nach der Stornierung des milliardenschweren Deals über den Bau von zwölf dieselgetriebenen U-Booten durch Australien hat der betroffene französische Konzern „Naval Group“ sein Anrecht auf eine finanzielle Entschädigung geltend gemacht.
Dies berichtet die Tageszeitung „Le Figaro“ unter Verweis auf den Geschäftsführer des Unternehmens, Pierre Eric Pommelet. Der Industriekonzern werde Australien „in einigen Wochen“ einen „detaillierten und kalkulierten Vorschlag“ zu den „bereits entstandenen und noch entstehenden Kosten“ unterbreiten, erklärte Pommelet gegenüber der Zeitung.
Australien habe den Vertrag „aus Bequemlichkeit“ gekündigt, was bedeute, „dass uns keine Schuld trifft“, äußerte er.
Es handele sich um einen Fall, der im Vertrag vorgesehen sei und zu einer Zahlung der bereits entstandenen und noch entstehenden Kosten des Unternehmens im Zusammenhang mit der „physischen Demobilisierung der Infrastruktur und der IT“ sowie der Umgruppierung der Mitarbeiter führen werde. „Wir werden alle unsere Rechte geltend machen“, fügte Pommelet hinzu.
Der Gesamtwert des 2016 abgeschlossenen Vertrags für die Lieferung von zwölf U-Booten mit konventionellem Antrieb belief sich zum Zeitpunkt der Unterzeichnung auf 50 Milliarden Australische Dollar (umgerechnet 31 Milliarden Euro). Vor einer Woche gab die Regierung in Canberra jedoch bekannt, dass der Vertrag aufgelöst werde. Anstatt dessen sollten in Australien mindestens acht nukleargetriebene U-Boote mit Unterstützung der USA im Rahmen des neuen Verteidigungsbündnisses AUKUS mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten gebaut werden, hieß es.
Joe Biden, Emmanuel Macron - SNA, 1920, 22.09.2021
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Diese Entscheidung sei „ohne jede Vorwarnung und mit beispielloser Brutalität mitgeteilt“ worden, monierte Pommelet im Interview mit „Le Figaro“.
Australien hatte sich zuvor darüber beschwert, dass das Geschäft mit dem französischen Unternehmen, das teilweise dem Staat gehört, Jahre hinter dem Zeitplan und weit über dem Budget lag.
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Das französische Verteidigungsministerium gab bereits bekannt, dass die Naval Group Gespräche mit Canberra über eine finanzielle Einigung aufgenommen hat.
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