Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Damaskus fordert unverzüglichen Türkei-Truppenabzug aus nördlichen Territorien Syriens

© SNA / Verteidigungsministerium Russlands / Zur BilddatenbankEin türkisches Militärsfahrzeug in Idlib (Archivbild)
Ein türkisches Militärsfahrzeug in Idlib (Archivbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
Abonnieren
Syrische Behörden fordern einen unverzüglichen Truppenabzug der Türkei aus den nördlichen Provinzen der Republik. Dies erklärte der syrische Außenminister Faisal Mekdad (Faisal al-Miqdad).
Damit kommentierte er die jüngste Eskalation der Spannungen in der Provinz Idlib.

„Ich meine, dass die Türkei unverzüglich die Truppen abziehen sollte. Die internationale Gemeinschaft muss ihrerseits die Bemühungen Syriens um die Befreiung von okkupierten Territorien im Norden des Landes unterstützen“, so der Außenminister gegenüber SNA.

Der Hauptgrund dieser Eskalation besteht laut seinen Worten „in der türkischen Okkupation sowie in jener Unterstützung, die Ankara terroristischen Gruppen auf dem Boden leistet“.
Am Mittwoch hatte Bloomberg unter Berufung auf namentlich nicht genannte türkische Beamte gemeldet, dass vor dem Hintergrund des für die nächste Woche geplanten Treffens mit den Präsidenten Russlands und des Iran der türkische Staatschef, Recep Tayyip Erdogan, zusätzliche Truppen in den Nordwesten Syriens geschickt haben soll.
Im August hatte der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Geir O. Pedersen, von der Verschlimmerung der Situation im Sicherheitsbereich und der Zuspitzung des bewaffneten Konflikts in einigen Regionen Syriens gesprochen. Damals verwies er unter anderem auf die komplizierte Lage in der Provinz Idlib.
Der russische Präsident Wladimir Putun trifft seinen syrischen Amtskollegen Baschar al-Assad im Kreml - SNA, 1920, 14.09.2021
„Illegale ausländische Militärpräsenz hindert Syrien an Konsolidierung“: Putin trifft Assad

Wirtschaftslage in Syrien

Ferner sagte Mekdad, die internationale Gemeinschaft sollte mehr Hilfe für Syrien gewährleisten, wo unter anderem wegen der US-Sanktionen die Armut zunimmt.
„Die von den USA verhängten Straf- sowie die einseitigen Zwangsmaßnahmen würgen das syrische Volk ab“, betonte er.
„Das Armutsniveau sowie der Arzneimittelmangel sind gewachsen. Wir haben nicht einmal genug Medikamente für krebskranke Menschen sowie gegen andere Krankheiten, darunter auch das Coronavirus.“
Der Syrien-Konflikt dauert seit 2011 an. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS, Daesh)* in Syrien und im Irak verkündet. In einzelnen syrischen Regionen wird jedoch weiter gekämpft, wobei eine politische Regelung, der Wiederaufbau und eine Rückführung der Flüchtlinge in den Vordergrund treten.
Der russische Präsident, Wladimir Putin, und sein türkischer Amtskollege, Recep Tayyip Erdogan, hatten am 5. März 2020 nach sechsstündigen Verhandlungen in Moskau eine Vereinbarung zu Syrien unterzeichnet, die unter anderem einen Waffenstillstand in Idlib beinhaltete.
*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала