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Baby aus Fenster gestürzt – Mutter wegen Mordversuches in Zwickau vor Gericht

© CC0 / WilliamCho / PixabayGerechtigkeit (Symbolbild)
Gerechtigkeit (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Am Landgericht Zwickau hat am Donnerstag ein Prozess gegen eine vierfache Mutter begonnen, die im Juni 2020 ihr vier Monate altes Baby aus dem Fenster gestürzt haben soll. Hintergrund soll ein Streit um 35 Euro gewesen sein. Die wegen versuchten Mordes angeklagte 23-Jährige spricht von einem Unfall, die Anklage geht von einer Gewalttat aus.
Nach Erkenntnissen der Ankläger hatte es an jenem Tag an dem Wohnhaus in Auerbach im Vogtland in Sachsen lautstarken Streit gegeben. Dabei soll es um eine Zahlung von 35 Euro gegangen sein. „Aus Wut und Verärgerung“ habe die Mutter dann das Kind aus dem Fenster gehalten und fallen gelassen.
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Das Baby sei mindestens sechs Meter tief auf einen betonierten Weg gestürzt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat die Frau aus niederen Beweggründen gehandelt.

„Es war ein Unfall“, ließ die 23-Jährige zum Prozessauftakt am Donnerstag über ihren Anwalt erklären. Ihr sei schlecht geworden und das Kind aus den Händen geglitten, so die Frau laut der Nachrichtenagentur DPA.

Nachfragen des Gerichts wollte die Frau nicht beantworten. Das damals erst vier Monate alte Mädchen überlebte schwer verletzt. Es erlitt mehrere Brüche, eine Gehirnerschütterung, ein Bauchtrauma und eine Nierenprellung.
Zeugenaussagen offenbarten vor Gericht grausame Details des 15 Monate zurückliegenden tragischen Vorfalls. Ein Anwohner berichtete von einem lauten Tumult. Er habe die Polizei rufen wollen, als er plötzlich ein kleines Bündel fallen gesehen und einen dumpfen Aufschlag gehört habe. Eine Seniorin erzählte, sie habe gesehen wie jemand das Baby über den äußeren Fensterstock hinaus hielt und es dann herunterfiel.
Die aus Rumänien stammende Angeklagte lebt seit drei Jahren in Deutschland. Sie ist nach eigenen Angaben verheiratet und hat drei weitere Kinder im Alter zwischen acht Monaten und acht Jahren.
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