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Anschlag in Hagen sollte „eine möglichst volle Synagoge“ treffen – NRW-Innenminister Reul

CC BY-SA 4.0 / Superbass / Wikimedia Commons (cropped)Nordrhein-westfälischer Innenminister Herbert Reul (CDU)
Nordrhein-westfälischer Innenminister Herbert Reul (CDU) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Der mutmaßliche Anschlag in Hagen am vergangenen Mittwoch sollte nach Angaben der Sicherheitsbehörden „eine möglichst volle Synagoge treffen“. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags zum mutmaßlich geplanten Anschlag auf eine Synagoge in Hagen mit.
Dem Minister zufolge sollte es „an einem hohen jüdischen Feiertag zu einem Anschlag auf die Synagoge in Hagen kommen“.
„Da das Jom-Kippur-Fest unmittelbar bevorstand lag es nahe, von einem Anschlagsplan an diesem hohen jüdischen Feiertag auszugehen“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur den Minister.
„Ob der Anschlag am Ende wirklich während dieses Festes – dem heiligsten und feierlichstem Tag des jüdischen Jahres – stattfinden sollte, ist noch nicht ganz sicher.“
Ein 16-jähriger Syrer stehe unter Verdacht, den Anschlag auf die Synagoge in der Ruhrgebietsstadt vorbereitet zu haben. Er sei deswegen in Untersuchungshaft. Aus ermittlungstaktischen Gründen kann der Minister nach eigenen Worten keine weiteren Details nennen.

190 islamistische Gefährder in NRW „intensiv im Auge“

Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden haben laut dem NRW-Innenminister derzeit 190 islamistische Gefährder und 178 sogenannte relevante Personen dieses Spektrums auf dem Schirm.
Polizei in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 01.09.2021
Islamistische Gefährder in Bundesrepublik: Die meisten sind Deutsche – Syrer an zweiter Stelle
Seit 2019 (221) sei die Zahl der Gefährder leicht zurückgegangen. Bei antisemitischen Straftaten in NRW sei bereits seit 2018 ein Rückgang zu beobachten.
Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzchefs Burkhard Freier befinden sich derzeit 110 aus Deutschland ausgereiste Personen in Syrien und im Irak, die potenziell zurückkehren könnten und beobachtet werden müssten.

Anschlagspläne auf Synagoge in Hagen

Der junge Syrer war am Donnerstag wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Terroranschlags festgenommen worden. Der 16-Jährige hatte Sicherheitskreisen zufolge zugegeben, über den Messengerdienst Telegram Kontakt zu einem Bombenbau-Experten unterhalten zu haben. Er selbst hatte bestritten, einen Anschlag geplant zu haben. Sein Verteidiger hat Antrag auf Haftprüfung gestellt.
Synagoge (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.09.2021
Vier Festnahmen nach Polizeieinsatz an Hagener Synagoge
Am späten Mittwochnachmittag hatten starke Polizeikräfte die Synagoge in der nordrhein-westfälischen Stadt abgeriegelt, nachdem es Hinweise auf eine „mögliche Gefährdungslage“ gegeben hatte. Die Straße in der Innenstadt, an der die Synagoge liegt, wurde in 250 Metern Abstand gesperrt. Ein für Mittwochabend geplanter Gottesdienst zu Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, wurde kurzfristig abgesagt.
Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen in Deutschland 2020

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 1753 Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen (§§ 307-312 StGB) polizeilich erfasst, wie aus Angaben des Bundeskriminalamtes hervorgeht. Fast alle davon (1731) wurden als Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gemäß § 308 des Strafgesetzbuches registriert. Im Zusammenhang mit diesen Straftaten gab es 714 Tatverdächtige, von denen 25,9 Prozent (185) nichtdeutsch waren.

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