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Noch aber unter Vorkrisen-Niveau: Statistisches Bundesamt meldet Lohnzuwachs in Deutschland

Lohn (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.09.2021
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Im Frühjahr sind die Löhne in Deutschland so stark gestiegen, wie seit Langem nicht mehr. Die Verdienstverluste durch die Corona-Pandemie konnte das aber laut dem Statistischen Bundesamt noch nicht völlig ausgleichen.
Die Nominallöhne – also die Bruttomonatsverdienste samt Sonderzahlungen – lagen zwischen April und Juni um 5,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Da die Verbraucherpreise zugleich um 2,4 Prozent gestiegen seien, ergebe dies ein reales Plus von rund 3,0 Prozent.
Beide Anstiege sind die höchsten seit Beginn der Datenreihe 2007.
„Damit wurden zwar die nominalen Lohneinbußen um 4,0 Prozent aus dem zweiten Quartal 2020 überkompensiert“, sagte die Statistik-Expertin Susanna Geisler. „Der deutliche Anstieg der Inflation hat aber dazu geführt, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer real noch nicht wieder so viel verdienen wie vor der Krise.“
Vor allem der Rückgang der Kurzarbeit und die damit verbundene Verlängerung der Wochenarbeitszeit im zweiten Quartal hat die Bruttolöhne steigen lassen.
Das von der Bundesagentur für Arbeit gezahlte Kurzarbeitergeld zählt nicht zum Bruttoverdienst und geht daher nicht in die Statistik ein.
Insgesamt hat sich die bezahlte Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal um durchschnittlich 4,2 Prozent auf 38,3 Stunden erhöht. Damit wurde das Vorkrisenniveau aber noch nicht wieder erreicht: Im Frühjahr 2019 hatte dieser Wert bei 39,2 Stunden gelegen.
Geld (Archiv) - SNA, 1920, 20.09.2021
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Am stärksten stiegen die Löhne in diesem Frühjahr bei ungelernten und angelernten Beschäftigten mit je 9,3 Prozent. Diese Gruppen wiesen im Vorjahresquartal aber auch die größten Verdienstrückgänge (minus 7,4 Prozent beziehungsweise minus 8,9 Prozent) auf, so dass es hier einen Aufholeffekt gab. Herausgehobene Fachkräfte (4,6 Prozent) und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung (3,4 Prozent) verzeichneten unterdurchschnittliche Verdienstzuwächse. Sie waren allerdings vor Jahresfrist auch weniger stark von Verdienstrückgängen (minus 2,4 Prozent beziehungsweise minus 2,0 Prozent) betroffen.
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