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Bundesministerium für Energie: Russland hält sich an seine Gas-Verpflichtungen

© SNA / Ilya PitalyowBauarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild)
Bauarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 22.09.2021
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Die Vorwürfe vonseiten einiger Länder, Russland stecke hinter dem Anstieg der Erdgaspreise in Europa, werden immer lauter. Die Pressereferentin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Susanne Ungrad, findet jedoch, dass viele andere Faktoren darauf durchaus Einfluss haben konnten und Russland seinerseits seinen Verpflichtungen nachkommt.
In einem Briefing äußerte sich die Vertreterin des deutschen Energieministeriums vor dem Hintergrund der Spekulationen in den Medien um die Rekordpreise für Rohstoffe dahingehend, dass Russland die bestehenden Lieferverträge erfülle. Dabei verwies die auf die Informationen, die dem Ministerium vorlägen.
Laut einigen Politikern nehmen Moskau und Gazprom bewusst Einfluss auf den Markt, um die Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 zu beschleunigen.
Laut Ungrad gibt es jedoch viele andere Punkte, die sich auf die Preise auswirken können. Dazu gehören beispielsweise ein harter Winter, wirtschaftliche Veränderungen, erhöhte Nachfrage nach Gas, die Situation in Asien oder die Brände in Sibirien.
Die Vertreterin betonte, dass das Ministerium die Situation zwar im Auge behalte, es aber der Markt sei, der reagieren müsse. Es bestehe keine Notwendigkeit für ein Eingreifendes Staates.
Die stellvertretende offizielle Vertreterin des deutschen Ministerkabinetts, Ulrike Demmere, fügte hinzu, dass Gazprom seinen Verpflichtungen nach dem aktuellen russisch-ukrainischen Gastransitabkommen nachkomme.
Die Fertigstellung von Nord Stream 2 - SNA, 1920, 21.09.2021
Steigende Gaspreise in Europa – ist Russland der Profiteur?

Anstieg der Gaspreise in Europa

In der vergangenen Woche hat der Gaspreis in Europa beim Handel am 15. September nach Angaben der Börse ICE Futures einen historischen Rekord gebrochen und 950 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter überstiegen. Laut Analysten ist das Wachstum auf diestabile Nachfrage nach Erdgas bei geringer Auslastung der europäischen Speicher – die nur zu 70,75 Prozent gegenüber 93 Prozent im Vorjahr befüllt sind – zurückzuführen.
Gleichzeitig stehen hohe Preise für Flüssiggas in Asien massiven LNG-Lieferungen nach Europa im Wege.
Der polnische Ministerpräsident, Mateusz Morawiecki, hatte zuvor gesagt, dass der Bau der Gaspipeline und der Anstieg der Weltgaspreise zusammenhängen. Dabei betonte er, dass der Bau von Nord Stream 2 nicht im Einklang mit den polnischen Interessen stehe. Die deutsch-russische Allianz im Energiebereich bezeichnete er wiederum als „strategischen Fehler, wofür die steigenden Gaspreise ein Beleg sind“.
Moskau hat bereits mehrmals betont, dass Nord Stream 2 ein kommerzielles Projekt darstellt, das sowohl für Russland als auch für die EU Vorteile hat und nicht politisiert werden sollte.
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