Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Legendäre russische Impressionisten-Sammlung in Paris zu sehen

© AFP 2021 / STRINGERDie Fondation Louis Vuitton in Paris
Die Fondation Louis Vuitton in Paris - SNA, 1920, 22.09.2021
Abonnieren
Die Fondation Louis Vuitton soll am Donnerstag die zweite Ausstellung der Reihe „Icons of Modern Art“, die der legendären Sammlung der russischen Brüder Morosow gewidmet ist, in Paris vorstellen.
Die Sammlung, die das russische Staatliche Museum für Neue Westliche Kunst 1923 übernommen und 1948 auf verschiedene Sammlungen verteilt hatte, wird erstmals außerhalb Russlands fast vollzählig gezeigt. Die Werke, die einst den Brüdern Morosow gehörten, wurden hauptsächlich in drei russischen Museen aufbewahrt: im Puschkin-Museum in Moskau, der Ermitage in St. Petersburg und der Tretjakow-Galerie in Moskau.
Die Sammlung vereint neben Ikonen der französischen Moderne auch Werke bedeutender Künstler der russischen Avantgarde wie Malewitsch und Serow. Die Event-Schau mit rund 200 Exponaten wird bis zum 22. Februar 2022 zu sehen sein.
Fünf Jahre nach der spektakulären Schtschukin-Sammlung, die mehr als 1,2 Millionen Besucher anlockte, setzt die private Kunststiftung des französischen Multimilliardärs Bernard Arnault ihre russischen Blockbuster-Schauen fort. Mehrere Museen hätten versucht, dieses Projekt zu organisieren, sagte Jean-Paul Claverie, persönlicher Kulturberater von Arnault, dem Radiosender „Radio classique“. Lange, fast schon diplomatische Verhandlungen seien notwendig gewesen.
Die Eröffnung wurde wegen der Corona-Pandemie mehrmals verschoben und fand nur ein Jahr nach dem ursprünglich festgelegten Termin statt. Claverie dankte den russischen Partnern besonders für ihre Geduld.
Die Brüder Michail (1870–1903) und Iwan Morosow (1871–1921) hatten zunächst Werke russischer Zeitgenossen zusammengetragen, bevor sie in den 1890er Jahren die französischen Impressionisten und Postimpressionisten entdeckten. Die Textilindustriellen begannen die Künstler zu fördern, als diese noch umstritten waren.
Jedes Werk, jeder Raum ist ein Highlight. Jeweils ein ganzer Saal ist Paul Cézanne, Paul Gauguin und Henri Matisse gewidmet. Mit „Les Saltimbanques“ (Die Gaukler) holte Iwan Morosow auch das erste Bild von Pablo Picasso nach Russland. Bei Pierre Bonnard gab er fünf monumentale Werke in Auftrag, darunter „Das Mittelmeer“.
Akademie der Künste, Berlin Art Week - SNA, 1920, 07.09.2021
Viel Kunst trotz Pandemie: Berlin Art Week beginnt nächste Woche
Die Brüder Morosow waren Zeitgenossen und Freunde des russischen Geschäftsmanns und Kunstmäzens Sergej Iwanowitsch Schtschukin. Sie bauten Sammlungen auf, die die gewagtesten Arbeiten des 20. Jahrhunderts vereinten. Ihre Werke teilten auch dasselbe Schicksal: Nach der russischen Revolution im Jahr 1917 beschlagnahmte die Regierung die Sammlung, bevor sie 1948 von Stalin aufgelöst wurde.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала