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Nord Stream 2 schuld? Moskau antwortet auf Polens Kritik an hohen Gaspreisen

© SNA / Eugal / Zur BilddatenbankBauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland
Bauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland - SNA, 1920, 22.09.2021
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Ein Sprecher des russischen Außenministeriums hat Polen nach den Vorwürfen über einen Zusammenhang zwischen der Pipeline Nord Stream 2 und dem Anstieg der Gaspreise in Europa dazu aufgerufen, bei den Einschätzungen einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn dies in Verbindung zu bringen sei Unsinn, hieß es am Mittwoch.
„Ich möchte daran erinnern, dass der Bau von Nord Stream 2 begonnen wurde, als die Gaspreise gar nicht auf solch einem Niveau waren wie heute“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Im vergangenen Jahr, als die Bauarbeiten fast zu Ende waren, seien die Preise „beinahe im Minusbereich angesiedelt“ gewesen. Als aber die Preise in die Höhe geschnellt seien, „sei angeblich ein neuer treibender Faktor hinzugekommen, nämlich Nord Stream 2. Das ist natürlich Unsinn“.
Zuvor hatte der polnische Premierminister, Mateusz Morawiecki, erklärt, dass Nord Stream 2 die Gaspreise in Europa negativ beeinflusse. Die deutsch-russische Allianz im Energiebereich halte er für einen „strategischen Fehler, wofür die steigenden Gaspreise ein Beleg sind“.
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Moskau hat bereits mehrmals betont, dass Nord Stream 2 ein kommerzielles Projekt darstellt, das sowohl für Russland als auch für die EU Vorteile hat und nicht politisiert werden sollte.
Der Gaspreis in Europa hat beim Handel am 15. September nach Angaben der Börse ICE Futures einen historischen Rekord erreicht und 950 US-Dollar für 1000 Kubikmeter überstiegen. Laut Analysten der russischen Investmentbank VTB Capital ist der Preisanstieg auf die stabile Nachfrage zurückzuführen, während die Gasspeicher in Europa nur zu 70,75 Prozent (gegenüber 93 Prozent im Vorjahr) befüllt sind und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurückgegangen ist. Gleichzeitig stehen hohe Preise für Flüssiggas in Asien den massiven LNG-Lieferungen nach Europa im Wege.
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