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Klare Mehrheit für bedingungsloses Grundeinkommen – Studie

Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.09.2021
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Mehr als die Hälfte der Deutschen ist für das bedingungslose Grundeinkommen. Ähnliches gilt für Österreich und die Schweiz. Besonders hoch ist dabei die Zustimmung von Wählern der Linkspartei und der Grünen. Das ist das Ergebnis einer dritten repräsentativen Meinungsumfrage.
Das bedingungslose Grundeinkommen wird je nach Lage als das Modell der Zukunft oder als realitätsferne Utopie betrachtet. Befürworter dieses Ansatzes sehen darin einen Löser von Existenzängsten und einen Motor für die individuelle Entwicklung, Kritiker befürchten einen Anreiz zur Faulheit. Aber die Befürworter sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Mehrheit und auch in Schweden stark vertreten.

Deutschland: Mehr als die Hälfte für Grundeinkommen

Das ist das Ergebnis der dritten repräsentativen Umfrage, die in den vier Ländern durchgeführt wurde. August und September 2021 waren 53 Prozent der Befragten für die Idee und 24 lehnten sie ab. Im April und Mai 2020 waren die Fürsprecher mit 50 und im November und Dezember 2020 mit 55 Prozent ähnlich stark vertreten.
Bei der Höhe des Einkommens gab es drei Wahl-Möglichkeiten:
56 Prozent Zustimmung für 1000 Euro im Monat
54 Prozent Zustimmung für 1200 Euro im Monat
48 Prozent Zustimmung für 1400 Euro im Monat
„Mit 1.200 Euro und 1.400 Euro Grundeinkommen monatlich wäre in Deutschland Einkommensarmut beseitigt. Dafür steht die Hälfte der Befragten. Ein starkes Signal an die Politik“, kommentiert dieses Ergebnis Ronald Blaschke, Mitglied im Rat des Netzwerks Grundeinkommen.
Auch in Österreich und der Schweiz unterstützen laut der Umfrage jeweils 48 Prozent die Idee des Grundeinkommens. In Schweden ist es mit 36 Prozent etwas über ein Drittel der Befragten.

Grundeinkommen besser als Hilfsmaßnahmen in der Pandemie

Auch nach den Maßnahmen der Bundesregierung in der Pandemie wurden die Teilnehmer gefragt. Das Ergebnis: Über 50 Prozent der Befragten finden, dass das Grundeinkommen eine bessere Maßnahme wäre als die sozialen Maßnahmen während der Pandemie. Lediglich 15 Prozent sehen das umgekehrt.
„Das ist eine Klatsche für die derzeitige Bundesregierung, die sich gegen das Grundeinkommen mit Händen und Füßen wehrte“, findet Blaschke.
Für Deutschland wurde auch die politische Orientierung der Befragten ermittelt. Hier ergab sich: 79 Prozent der Befragten, die die Linkspartei wählen wollen, unterstützen das Vorhaben. Bei den Grünen sind es 70 Prozent. Allerdings findet sich in den Programmen beider Parteien keine Forderung nach einem Grundeinkommen.

Ungerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen

In der Umfrage wurde auch danach gefragt, ob die Befragten Einkommen und Vermögen in ihrem Land für gerecht verteilt ansehen. 44 Prozent der befragten Deutschen finden, dass Vermögen gerechter verteilt werden sollte. 14 Prozent verneinen das. Die Aussage, Einkommen sei in der Gesellschaft gerecht verteilt, lehnen sogar 53 Prozent ab. Und lediglich acht Prozent stimmen dem zu.
Die Studie unter dem Namen „Opiniontrain“ beruht auf einer Online-Befragung von 2500 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden. Sie wurde von der Rogator AG und der Exeo Strategic Consulting AG durchgeführt und findet sich hier. Exeo hat gegenüber SNA betont, dass die Verteilung der Teilnehmer sowohl die Altersstruktur als auch die verschiedenen sozialen Schichten widerspiegeln.
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