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Erdogan spricht vor UN von „Krim-Annexion“ – Kreml reagiert

© REUTERS / EDUARDO MUNOZErdogan vor der UN-Vollversammlung
Erdogan vor der UN-Vollversammlung - SNA, 1920, 22.09.2021
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Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, hat vor der UN-Generalversammlung von einer „Krim-Annexion“ gesprochen. Moskau bedauert laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass solche Aussagen gerade vor Erdogans Arbeitsbesuch in Sotschi am 29. September fallen.
In der 76. Sitzung der UN-Vollversammlung in New York sagte Recep Tayyip Erdogan, die Türkei lege „großen Wert auf die Wahrung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine, einschließlich des Territoriums der Krim, dessen Annexion wir nicht anerkennen“. Erdogan betonte zudem die Notwendigkeit, mehr Anstrengungen zum Schutz der Rechte der Krimtataren zu unternehmen.
Zuvor hatte sich das türkische Außenministerium geweigert, die Wahlen zur russischen Staatsduma auf der Krim anzuerkennen. Ihre Ergebnisse seien für Ankara nicht rechtsverbindlich, da die Eingliederung der Halbinsel illegitim sei, so das türkische Außenministerium.
Diese Entscheidung bezeichnete der Kreml als inakzeptabel. Das russische Außenministerium erklärte, es werde die Aussage nicht ignorieren, und versprach, Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

„Die Türkei weiß sehr gut, dass die Krim ein souveräner Teil der Russischen Föderation ist, und weiß sehr gut, dass wir solche Aussagen niemals ignorieren. <...> Wir ziehen entsprechende Schlussfolgerungen, die natürlich die Entwicklung der bilateralen Beziehungen nicht begünstigen“, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Auf Erdogans Äußerung über die „annektierte Krim“ antwortete des Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, Russland „bedauere“, dass „solche Äußerungen jetzt gemacht werden, wo ein Arbeitsbesuch des (türkischen – Anm.d.R.) Präsidenten in der Russischen Föderation vorbereitet wird“.
„Dennoch würden wir uns lieber auf die Themen der Weiterentwicklung unserer bilateralen Beziehungen und Zusammenarbeit bei der Lösung der sehr heißen regionalen Herausforderungen konzentrieren, die zwischen unseren Ländern stehen. Was diese Position betrifft, sind wir uns dessen bewusst und werden die Zusammenarbeit mit der türkischen Seite fortsetzen", sagte Peskow.
Ein Besuch des türkischen Präsidenten in Sotschi und sein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist für den 29. September geplant.

Beitritt der Krim zur Russischen Föderation

Bei dem Volksentscheid am 16. März 2014 über den künftigen Status der Halbinsel Krim und der Stadt Sewastopol hatten 96,77 Prozent bzw. 95,6 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Am 18. März 2014 war der Vertrag über die Wiedervereinigung unterzeichnet worden. Trotz des Volksentscheids betrachtet die Ukraine die Krim weiterhin als Teil ihres Territoriums. Die Ergebnisse des Krim-Referendums haben auch die meisten EU- und Nato-Staaten nicht anerkannt und stattdessen Sanktionen gegen Russland verhängt.
EU-Kommission - SNA, 1920, 08.09.2021
EU einigt sich auf Verlängerung von Russland-Sanktionen
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