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DHL mit Paketbomben erpresst: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 36-Jährigen

© AFP 2021 / INA FASSBENDERMirarbeiter der Deutschen Post DHL Group in Dortmund
Mirarbeiter der Deutschen Post DHL Group in Dortmund - SNA, 1920, 22.09.2021
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Knapp vier Jahre nach der Erpressung des Paketzustellers DHL hat die Staatsanwaltschaft Potsdam Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben, wie die Behörde am Mittwoch auf ihrer Internetseite mitteilte.
Demnach wird dem Mann, der sich Ende Mai selbst bei den Behörden stellte, eine „Vielzahl von Erpressungsversuchen zum Nachteil deutscher Paketdienstleister“ zur Last gelegt.
Dem 36-Jährigen würden versuchte schwere räuberische Erpressung in drei Fällen, jeweils in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung und versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, sowie versuchte räuberische Erpressung in sechs weiteren Fällen vorgeworfen.
Wie es weiter heißt, besteht nach fast vierjährigen Ermittlungen der Verdacht, dass es sich bei dem im Mai 2021 vorläufig festgenommenen Mann tatsächlich um den mutmaßlichen Täter handelt.
Von November 2017 bis März 2018 hatte der Tatverdächtige mehrere sogenannte unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen in Paketen an verschiedene Adressaten in Brandenburg und Berlin verschickt.
Paketzusteller DHL (Logo) - SNA, 1920, 23.04.2021
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Eines dieser Pakete wurde am 1. Dezember 2017 in eine Apotheke am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarkts geliefert. Darin wurde auch ein als QR-Code verschlüsseltes Schreiben entdeckt, mit dem DHL um eine Millionensumme in Bitcoins erpresst wurde. Der Inhalt konnte nach Absperrung und Räumung von Teilen des Weihnachtsmarkts entschärft werden.
Später stellte sich heraus, dass schon Anfang November 2017 eine erste explosive Sendung des DHL-Erpressers im Postzentrum Frankfurt (Oder) eingegangen war. Diese geriet beim Öffnen in Flammen, wodurch auch das Erpresserschreiben zerstört wurde. Weitere explosive Sendungen gingen im Januar bei einer Berliner Bankfiliale und im April bei der Handwerkskammer in Berlin ein.
Im Januar 2019 gelang es den Ermittlern demnach, die Kommunikation des mutmaßlichen Täters via E-Mail auf ein Endgerät zurückzuführen.
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