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Versöhnungstelefonat nach U-Boot-Streit: Biden und Macron wollen sich im Oktober treffen

© AFP 2021 / LUDOVIC MARINJoe Biden, Emmanuel Macron
Joe Biden, Emmanuel Macron - SNA, 1920, 22.09.2021
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US-Präsident Joe Biden hat am Mittwoch zum ersten Mal nach dem U-Boot-Streit mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron telefoniert. Die Politiker haben ein persönliches Treffen im Oktober vereinbart.
Der Konflikt wegen des U-Boot-Vertrages hatte eine Krise in Frankreichs Beziehungen zu den USA und Australien ausgelöst – nun schien Biden Fehltritte einzuräumen. Nach einem 30-minutigen Telefonat waren sich die beiden Staatschefs einig, dass „die Situation von offenen Konsultationen zwischen Verbündeten zu Angelegenheiten von strategischem Interesse für Frankreich und unsere europäischen Partner profitiert hätte".
Macron und Biden hätten beschlossen, „einen Prozess intensiver Beratungen zu starten, Vertrauen zu schaffen und konkrete Schritte mit Blick auf gemeinsame Ziele vorzuschlagen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung vom 22. September.
In ihrem Telefonat vereinbarten Biden und Macron, sich Ende nächsten Monats in Europa persönlich zu treffen. Biden hatte bereits geplannt, Ende Oktober an einem Gipfel der Gruppe 20 in Rom teilzunehmen.
Er bekräftigte „die strategische Bedeutung des französischen und europäischen Engagements in der Indopazifik-Region, auch im Rahmen der kürzlich veröffentlichten Strategie der Europäischen Union für den Indopazifik“, heißt es aus dem Weißen Haus. Die USA hätten sich verpflichtet, im gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus europäische Anti-Terror-Operationen in der Sahelzone zu unterstützen. Macron beschloss, den französischen Botschafter nächste Woche nach Washington zurückzuschicken.
Die USA hatten vergangene Woche ohne Absprache mit den Verbündeten einen Sicherheitspakt mit Australien und Großbritannien im Indopazifik ins Leben gerufen und damit eine tiefe diplomatische Krise mit Frankreich ausgelöst. Der Pakt ließ ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft Australiens mit Frankreich platzen, was in Paris zu wütenden Reaktionen führte. Macron ließ unter anderem die Botschafter aus den USA und Australien vorübergehend abziehen – eine äußerst ungewöhnliche Maßnahme unter Verbündeten.
EU-Außenbeauftragter Josep Borrell in Moskau, 5. Februar 2021 - SNA, 1920, 21.09.2021
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