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Mutmaßlicher Masken-Mord: Mann erschießt Studenten nach Streit um Mund-Nasen-Schutz

© REUTERS / ANNKATHRIN WEISSBlumen vor einer Tankstelle in Idar-Oberstein
Blumen vor einer Tankstelle in Idar-Oberstein - SNA, 1920, 21.09.2021
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Weil ein Mitarbeiter einer Tankstelle in Rheinland-Pfalz einen Kunden darauf hinwies, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, hat dieser ihn erschossen. Der mutmaßliche Täter, ein 49-jähriger Mann, befindet sich laut Medien derzeit in Polizeigewahrsam. Regionale Politiker und Bundestagsabgeordnete zeigen sich bestürzt.
In Idar-Oberstein soll ein 49-Jähriger Mann „einen Tankstellen-Kassierer erschossen haben, nachdem dieser ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte.“ Das berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Dienstagvormittag. „Bürger der Stadt legen am Tatort Blumen nieder, Politiker äußern sich bestürzt.“
In der Kleinstadt in Rheinland-Pfalz verweigerte demnach der Tankstellen-Mitarbeiter einem Kunden ohne Maske den Bierkauf. Der Mann „kam mit Mundschutz zurück – und schoss laut Staatsanwaltschaft dem 20-Jährigen mit einem Revolver in den Kopf.“
Bei dem Opfer handelt es sich Medienberichten nach um einen 20-jährigen Studenten, der als Aushilfsjobber an der Tankstelle arbeitete. Er habe „seinen Einsatz zur Einhaltung der Coronaregeln ersten Ermittlungen zufolge mit dem Leben bezahlt. Nach einem Streit über das Tragen einer Coronamaske erschoss ein 49-Jähriger den jungen Kassierer.“
Klassenraum in einer Schule (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.09.2021
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Der Mann sei am Sonntagmorgen auf dem Gelände der Polizei in Idar-Oberstein festgenommen worden. Gegen ihn sei Haftbefehl wegen Mordes vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach erlassen worden.
Der mutmaßliche Täter „habe sich geärgert, weil der Mitarbeiter ihm kein Bier verkaufen wollte, da er keinen Mund-Nasen-Schutz getragen habe, sagte Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann zu der Tat. Er habe gestanden, den Kassierer mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet zu haben, so Fuhrmann.“
Nach bisherigen Ermittlungen „hatte der Mann am Samstagabend den Verkaufsraum der Tankstelle ohne Maske betreten und zwei Sechserpack Bier auf den Tresen an der Kasse gestellt. Der Kassierer wies den Mann auf die Maskenpflicht hin – woraufhin der Mann den Raum verließ und dabei drohend die Hand hob.“
Rund eine Stunde später erschien der 49-jährige erneut, diesmal war er bewaffnet. „Zum Motiv habe der mutmaßliche Mörder angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste. Das Opfer schien ihm dabei ‚verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe'.“
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Dies sei „auf jeden Fall ein besonderer Fall“, wurde Friedel Durben, Polizeipräsident in Trier, zitiert. „Wir haben weder im Polizeipräsidium Trier noch im Land Rheinland-Pfalz eine solche Tat gehabt, die einen Zusammenhang zu Corona vermuten lässt.“
Von einer „unfassbaren, schrecklichen Tat“ sprach der Oberbürgermeister von Idar-Oberstein, Frank Frühauf (CDU). Ebenso groß sei die Betroffenheit der Bürger vor Ort, meinte er. Viele Menschen der Region hätten an der Tankstelle am Tatort Blumen und Kränze niedergelegt.
Auch Katrin Göring-Eckard, die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, bekundete ihr Beileid und twitterte: „Der furchtbare Mord an einem jungen Mann in Idar-Oberstein erschüttert mich zutiefst. An jemandem, der darum bat, sich an die Regeln zu halten. Nur normal solidarisch zu sein. Mein Mitgefühl & Beileid gilt seiner Familie & Freunden. Es ist grausam, welche Auswirkungen der Hass hat.“
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