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Lehrer setzt während tödlicher Schießerei in russischer Universität den Unterricht fort

© SNA / Russlands Ermittlungskomitee / Zur BilddatenbankErmittler in der Universität in Perm nach der tödlichen Schießerei , der 20. September 2021
Ermittler in der Universität in Perm nach der tödlichen Schießerei , der 20. September 2021 - SNA, 1920, 21.09.2021
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Während der Schießerei in der Staatlichen Universität Perm im russischen Ural, bei der sechs Menschen ums Leben kamen und Dutzende verletzt wurden, hat ein Lehrer sich laut Medienberichten geweigert, die Vorlesung zu unterbrechen.
Eine Frau, die ihre behinderte Tochter in die Uni begleitete, soll nach Angaben des Portals „59.RU“ zu Beginn des Unterrichts den Raum betreten haben und dem Philologen Oleg Syromjatnikow von Schüssen erzählt haben.
Der Lehrer soll die Metalltür des Auditoriums zugesperrt und seinen Dekan angerufen haben. Dieser antwortete dem Portal zufolge, man solle im Hörsaal bleiben. Den Studenten soll Syromjatnikow gesagt haben, dass er sie nicht zum Lernen zwingen könne. Wenn „jemand mit einem Sturmgewehr“ dies machen würde, wäre es „cool“.
Der Unterricht lief dem Bericht zufolge weiter, bis Einsatzkräfte eintrafen und eine Evakuierung einleiteten. Die Beamten seien „geschockt“ gewesen, dass die Vorlesung fortgesetzt worden sei, zitiert „59.RU“ einige Studenten. Gegenüber dem Portal bezeichnete Syromjatnikow seine Handlungen als richtig.
„Ich bin ruhig geblieben und habe die Vorlesung fortgesetzt. Die Metalltür des Auditoriums habe ich sofort von innen zugesperrt. Es ist unmöglich, sie durchzuschießen. Wäre es denn besser gewesen, wenn im Raum Panik ausgebrochen wäre? Wenn Studenten aus den Fenstern gesprungen wären und sich das Genick gebrochen hätten?“
© SNA / Alexej Romanow / Zur BilddatenbankStudenten retten sich während der Schießerei in Perm
Schießerei in Perm  - SNA, 1920, 21.09.2021
Studenten retten sich während der Schießerei in Perm
Wie der Pressedienst der Universität der Zeitung „RBK“ sagte, sei es „das Wichtigste“ gewesen, dass der Lehrer die Tür zugesperrt habe. Die Fortsetzung des Unterrichts sei auch von Bedeutung gewesen.
„Es ist wichtig, eine Routinehandlung fortzusetzen, um nicht in Panik zu geraten.“
Russlands Außenministerium - SNA, 1920, 20.09.2021
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Am Montag gegen 11:00 Uhr (Ortszeit) hatte ein Student der Universität begonnen, auf dem Gelände des Campus um sich zu schießen. Nach Behördeninformationen gibt es sechs Todesopfer, weitere 24 Menschen erlitten Verletzungen. Der Tatverdächtige leistete Widerstand bei der Festnahme und wurde verletzt. Später wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Eine Ermittlung wurde nach dem Artikel 105 des Strafgesetzbuches („Ermordung“) eingeleitet.
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