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Polizistin soll heimlich Briefe an Halle-Attentäter geschrieben haben – Medien

© CC0Briefe (Symbolbild)
Briefe (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.09.2021
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Eine junge Polizeikommissarin aus Dessau ist vom Dienst suspendiert worden, weil sie nach Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“, von NDR und WDR heimlich im Briefwechsel mit dem Halle-Attentäter gestanden haben soll.
Im Laufe von mehreren Monaten soll die Frau mehr als zehn Briefe geschrieben haben, in denen sie ihr Verständnis für die Tat ausgedrückt haben soll. Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet ihrerseits, dass die Anfang-20-Jährige per Brief romantische Gefühle gegenüber dem Attentäter ausgedrückt haben soll.
Die „SZ“ schreibt, dass die Sympathien der Frau für den Halle-Attentäter in ihrem Kollegenkreis lange unbemerkt geblieben seien.
Erst im Sommer bemerkten demnach die Kollegen, dass sich die Polizeibeamtin positiv über den Attentäter geäußert habe. Die Beamten hätten den Fall gemeldet, und später habe sich herausgestellt, dass die Frau bereits seit Monaten im Briefwechsel mit dem Halle-Täter gestanden habe.
Für den Kontakt zu ihm soll die Polizeibeamtin einen falschen Namen und eine falsche Adresse benutzt haben. Laut der „Mitteldeutschen Zeitung“ soll die Frau selbst den Briefkontakt zum Häftling gesucht haben.
„Die Polizistin soll in einem Brief an den Attentäter nahegelegt haben, dass sie an ein jüdisches Machtmonopol glaube“, schreibt das Blatt.
Ferner verweist die Zeitung darauf, dass eine eingeleitete interne Ermittlung nun klären solle, „ob und inwiefern die Polizistin rechtsextreme Ansichten teilt“.
Medien betonten, dass der Strafgefangene Briefe von mehreren Personen erhalten haben soll, die nun auch überprüft werden.
Der Angeklagte Stephan Balliet wurde am Montag in Magdeburg zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt - SNA, 1920, 21.12.2020
Urteil verkündet: Höchststrafe nach Terroranschlag von Halle
Im Oktober 2019 wollte Stephan B. 52 Menschen töten, die sich in der Synagoge in Halle versammelt hatten, um Jom Kippur, den heiligsten Tag im jüdischen Kalender, zu feiern. Mit selbstgebastelten Schusswaffen versuchte er, in die Synagoge einzudringen, scheiterte jedoch. Stattdessen erschoss er eine Passantin und einen Mann in einem nahegelegenen Kebab-Laden.
Der Täter gestand die Verbrechen und begründete sie mit antisemitischen und rassistischen Verschwörungstheorien. Die Staatsanwälte forderten eine lebenslange Haftstrafe. Im Dezember 2020 ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.
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