Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock: Sie soll auch bei diesen Reden abgeschrieben haben

© REUTERS / WOLFGANG RATTAYEin Plakat von Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, wird für die Bundestagswahl in Bonn, 20. September 2021, auf einem Brett platziert.
Ein Plakat von Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, wird für die Bundestagswahl in Bonn, 20. September 2021, auf einem Brett platziert.  - SNA, 1920, 21.09.2021
Abonnieren
Der österreichische Plagiatsgutachter Stefan Weber hat der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock über 100 Plagiatsfälle in ihrem Buch „Jetzt“ attestiert. Nun geht Weber weiter und wirft der Politikerin vor, auch bei ihren politischen Reden seit mindestens 2014 fremde Formulierungen übernommen zu haben.
Auf die konkreten Fälle der „quellenunkritischen Arbeitstechnik“ der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock weist Plagiatsgutachter Stefan Weber in einer SNA vorliegenden Mitteilung am Dienstag hin. Auf 17 Seiten dokumentiert er 29 Übernahmen fremder Formulierungen. Die Quellen sind dabei unter anderem der ehemalige Bundesumweltminister und der Ex-Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen Klaus Töpfer (CDU), die Wikipedia oder die Zeitung „taz“. Bei den übernommenen Stellen handle es sich schwerpunktmäßig um die Themen Klimawandel und Klimaschutz.
„Selbstverständlich können politische Reden keine Quellenangaben enthalten“, argumentiert Weber seine Befunde. „Daraus folgt aber nicht, dass es ethisch sauber und vor allem quellenkritisch korrekt ist, in politischen Reden einfach Zeitungsberichte oder Darstellungen aus Wikipedia abzukupfern und als eigene Gedanken und Worte auszugeben.“ Weber zeigt sich überzeugt: Es entstehe dabei vor allem ein Problem mit der Verlässlichkeit der wiedergegebenen Fakten und der Glaubwürdigkeit der Rednerin.
Als Beispiel nennt Weber eine Rede von Klaus Töpfer am 13. April 2014: „Einen unkontrollierbaren Klimawandel können wir nur verhindern, wenn der größte Teil der weltweiten Kohlevorräte unter der Erde bleibt. Was Deutschland hier tut oder unterlässt, hat weltweit eine Signalfunktion.“ Anfang Juli desselben Jahres sagte Baerbock im Bundestag: „Einen unkontrollierbaren Klimawandel können wir nur verhindern, wenn der größte Teil der weltweiten Kohlevorräte dort bleibt, wo er ist, nämlich unter der Erde.“
Auch das Credo der Deutschen Umwelthilfe „Deutschland kann nicht Energiewendeland sein und Kohleland bleiben“, formuliert von Journalist Gerd Rosenkranz im März 2014, soll Baerbock laut Weber mindestens zweimal übernommen haben: im Juli 2014 und im Mai 2016, ohne dabei die Deutsche Umwelthilfe oder Rosenkranz zu erwähnen.

Baerbocks Team schrieb ebenfalls bei Biden ab

Von den neuesten Beispielen: Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes, erklärte im August 2020 gegenüber den Zeitungen zur Quarantäne: „Kinder in dieser Phase von ihren Eltern und Geschwistern zu isolieren, ist eine Form psychischer Gewalt.“ Der Satz wurde dann in den Acht-Punkte-Plan von Baerbock für „sichere Bildung“ in der Krise wortwörtlich übernommen –wieder ohne Zitathinweise.
Twitter-Nutzer wurden im Mai dieses Jahres darauf aufmerksam, dass es ähnliche Teile in Texten von US-Präsident Joe Biden und auf Baerbocks Webseite auf Englisch gibt – Wort für Wort. Allerdings vermuteten die Twitterer, dass der Satz nicht von Baerbock selbst, sondern von ihren Mitarbeitern übernommen wurde.
Die vollständige Dokumentation der gefundenen Fälle will Weber am Mittwoch auf seiner Webseite veröffentlichen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала