Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde
 - SNA, 1920
Österreich
Aktuelle Nachrichten aus Österreich

Malereien aus NS-Zeit in Räumlichkeiten der Universität Graz sorgen für Verwirrung

CC BY-SA 3.0 / Marcus Gossler / Wikimedia Commons Fassade der Karl-Franzens-Universität in Graz
 Fassade der Karl-Franzens-Universität in Graz - SNA, 1920, 21.09.2021
Abonnieren
Die Universität Graz ist wegen Hakenkreuzen an der Wand eines Flurs ihres neuen Zentrums für Wissenstransfer in Kritik geraten. Die Malereien wurden als mahnende Kunstinstallation aus den 90-er Jahren beibehalten.
Seit März stehen die Türen des Start-up & Innovation Hubs „Unicorn“ für innovative Unternehmer und Forscher offen. Die Investitionen in das Prestigeprojekt der Universität Graz beliefen sich laut Medienberichten auf zwölf Millionen Euro. Für Verwirrung sorgten nun nach Informationen der „Kronen Zeitung“ die Nazi-Wandmalereien, inklusive Hakenkreuzen, die im Stiegenhaus der umfassend sanierten Gründerzeit-Villa, dem Herzstück des modernen Komplexes, zu sehen sind.
„Jetzt baut man da ein wirklich picobello Zentrum für Start-ups und dann sind da Hakenkreuze an der Wand? Hier kann ich doch keine Kunden und Investoren empfangen“, sagte ein lokaler Unternehmer gegenüber der „Krone“.
Soldaten der KSK-Einheit beim Tag der Bundeswehr 2017 auf dem Heeresflugplatz Faßberg - SNA, 1920, 06.08.2021
Ärztinnen sollten KSK-Chef Nazi-Tattoos melden – Staatsanwaltschaft ermittelt
Die Malereien sind in den 90-er Jahren entdeckt und vom Künstler Richard Kriesche aufgearbeitet worden. Seitdem sind sie denkmalgeschützt und sollen „als Menetekel“ dienen, damit „die Jahre der Vertreibung und Vernichtung“ nicht vergessen würden. „Hier, am ehemaligen Sitz des NS-Studentenbundes, sei die akademische Jugend zu Kritik und Selbstkritik, zu Toleranz und Offenheit aufgerufen“, lautet die Tafel. Für den Kritiker scheint dies viel zu unscheinbar zu sein.
„Vielleicht ist eine Kunstinstallation aus den 90-er für die internationale Start-up-Szene nicht mehr zeitgemäß“, meinte der Unternehmer.
„Es ist das erste Mal, dass ich höre, dass das ein gefühltes Problem ist“, sagte der Hubs-Geschäftsführer Peter Riedler gegenüber der „Steirerkrone“. Er gab gleichzeitig zu, der Zugang zu diesem Thema sei für heutige Verhältnisse auf den ersten Blick zu wenig fassbar. Nach einer besseren Lösung werde laut Riedler im Rahmen eines Wettbewerbes zu einer neuen Aufarbeitung dieses historisch schwierigen Themas bereits gesucht.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала