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„Löhne in Deutschland werden bald massiv steigen“ – Ökonom erklärt warum

Lohn (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.09.2021
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Die Löhne in Deutschland werden dem Kieler Ökonom Gabriel Felbermayr zufolge in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen. Unternehmen würden bald aufgrund der demografischen Entwicklung so stark um neue Mitarbeiter werben, wie zuletzt vor Jahrzehnten. Dabei sei auch die steigende Inflation ein Faktor.
Die Löhne in Deutschland werden in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen, teilte das „Institut für Weltwirtschaft“ (IfW) in Kiel am Dienstag mit. Das berichten mehrere Medien, darunter welche aus dem Hause Springer und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).
Angesichts der demografischen Entwicklung in der Bundesrepublik sehe das Wirtschaftsinstitut „auf absehbare Zeit übermäßig hohe Lohnsteigerungen für Beschäftigte in Deutschland“ voraus.

„Im Durchschnitt sind Lohnerhöhungen von fünf Prozent im Jahr realistisch“, sagte laut Medien IfW-Chef Gabriel Felbermayr.

Dabei könnte das Plus in manchen Branchen, in denen Fachkräfte dringend gebraucht würden, noch deutlich höher ausfallen. Die Lage für Arbeitnehmer sei so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr, so der Ökonom.
Als Grund nannte er, dass „spätestens ab 2023“ die Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte Deutschland wegen der sogenannten Alterspyramide – ältere Menschen nehmen in der Vielzahl zu und gehen in Rente – „sukzessive sinken“ werde, so Felbermayr.

„Die Firmen werden deshalb um Beschäftigte so stark buhlen wie seit Jahrzehnten nicht.“

Eine Anhebung des Mindestlohns sowie höhere Inflation würden ebenfalls dazu beitragen, dass die Löhne deutlich stärker als bisher steigen würden, kündigte er an.
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Fast vier Prozent: Inflationsrate in Deutschland steigt im August auf 3,9 Prozent
Auf der anderen Seite warnen Institute und Wirtschaftsexperten seit Monaten vor einer steigenden Inflationsrate und damit einhergehender Geldentwertung.
Nach aktuellen Einschätzungen des „Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung“ (DIW) in Berlin biete die Inflation allerdings „keinen Grund zur Sorge“. Die derzeit hohe Teuerungsrate sei vor allem Sondereffekten geschuldet, teilte das Institut vor wenigen Tagen mit. „Zu einem guten Teil geht sie auf den Wegfall der Mehrwertsteuersenkung und die wieder in einen normalen Bereich hochgeschnellten Ölpreise zurück.“
Das DIW erwarte, dass etwa um den Jahreswechsel herum sich der Produktionsstau in der Industrie so langsam auflösen werde. Auch das Bundeswirtschaftsministerium sagte vor wenigen Tagen voraus, dass sich die Inflation „zu Beginn des Jahres 2022“ wieder verringern werde.
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