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„Ende der Eiszeit“: Israel spricht wieder mit Schweden – Stockholm hat Palästina anerkannt

© SNA / Alexej Kudenko / Zur BilddatenbankIsraelische Flagge (Archiv)
Israelische Flagge (Archiv) - SNA, 1920, 21.09.2021
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Nach siebenjähriger Pause nimmt die israelische Regierung wieder diplomatische Beziehungen zu Schweden auf. Zuvor hatte das EU-Mitglied Palästina als „unabhängigen Staat“ anerkannt, Israel zog seine Diplomaten aus Stockholm ab. Nun gab es ein versöhnliches Telefonat zwischen den Außenministerien beider Länder, wie Medien berichten.
„Israel und Schweden haben nach israelischen Angaben eine sieben Jahre andauernde diplomatische Eiszeit beendet.“ Das berichtete die „Jüdische Allgemeine“ am Dienstag.
Schweden hatte demnach im Jahr 2014 Palästina „als Staat anerkannt. Aus Protest dagegen beorderte die israelische Regierung damals ihren Botschafter aus Stockholm zurück.“
Tel Aviv beansprucht die palästinensischen Gebiete als zum israelischen Staatsgebiet zugehörig. Sie werden daher von Israel diplomatisch nur als „Autonomiegebiete“ behandelt.
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Laut dem Bericht habe der israelische Außenminister Yair Lapid kürzlich mit seiner schwedischen Amtskollegin telefoniert und dabei mit „Außenministerin Ann Linde gesprochen, schrieb Israels Außenminister Lapid am Montag auf Twitter. Dieses erste Telefongespräch von Außenministern beider Länder seit 2014 symbolisiere die Wiederbelebung der Beziehungen auf dieser Ebene.“
Israels Außenminister schätze die Aussage von Linde „bezüglich Schwedens starkem und solidem Bekenntnis zur Sicherheit Israels und ihre Anerkennung (...) von Israel als der Heimat des jüdischen Volkes“, heißt es. Lapid freue sich auf die verstärkte Zusammenarbeit mit Schweden „bei bilateralen und multilateralen Themen.“
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Als erstes westeuropäisches Land hatte Schweden vor sieben Jahren „offiziell einen Staat Palästina anerkannt. Die damalige schwedische Außenministerin Margot Wallström sagte, mit dieser Entscheidung wolle Stockholm den Friedensprozess unterstützen.“ Diese Entscheidung stieß in der israelischen Regierung allerdings nicht auf Zustimmung.
„Israel hatte 1967 während des Sechstagekriegs unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert“, schrieb die Zeitung zum historischen Hintergrund.
Die Vereinten Nationen (UN) „stufen die Gebiete als besetzt ein. Aus dem damals ebenfalls eroberten Gazastreifen ist Israel abgezogen. Die Palästinenser fordern die Gebiete für einen unabhängigen Staat mit der Hauptstadt Ost-Jerusalem.“ Israel, die USA, Deutschland und andere westliche Staaten vertreten demnach die Linie, dass ein souveränes Palästina erst zum Abschluss von Friedensverhandlungen mit Israel anerkannt werden könne.
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Zwar erkennen bereits 138 Mitgliedstaaten der UN den von der damaligen palästinensischen Führung PLO im November 1988 in Algier ausgerufenen Staat Palästina als unabhängigen Staat an. Darunter mehrheitlich afrikanische, asiatische und osteuropäische Länder, jedoch keine westlichen Staaten – bis auf Schweden zuletzt.
Beispielsweise pflegen Algerien, Namibia, Thailand, Malaysia, die Tschechische Republik, die Slowakei und Russland diplomatische Beziehungen zum „souveränen Staat“ Palästina.
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